Raum 1

Ausgelagert, eingereiht - Gedankengut liegt hier bereit!

Wer sich nicht sicher ist wohin es gehört, dann erst einmal hierher damit.

 

13



 

Ich bin

 

Ich bin oft schlecht
Und doch; ich bin kein schlechter Mensch.

Ich bin nicht gut
Und doch; ich bin ein guter Mensch.

Ich bin nicht maßlos
Und doch; ich halte wenig Maß.

Ich bin ich
Und doch; manchmal eben auch nicht.

Ich will alles sein
Und doch; ich weiß – ich bin nichts.

Ich bin zerrissen
Und doch; falle ich nicht auseinander.

Ich....
Ach nichts weiter!

© Uwe Dee/2012

 


 

Labsal

 

Es regnet, es regnet
Die Erde wird nass!
Da macht es im Freien
Heut' echt keinen Spaß

Denn fallen die Tropfen dir stehts auf den Kopf
Dann ist es als wenn an die Haustür wer klopft.

Es regnet, es regnet
Die Erde sie trinkt!
Das Wasser des Lebens
Ihr mit Labsal winkt

So könn' sie gedeihen, Wald, Wiese und Feld
Sich am Nass erfreuen, wenn's ihnen gefällt.

Es regnet, es regnet
Heut' in einer Tour!
Ein Mensch ja, er fragt sich
Was mach' ich Heut' nur?

Na, schnapp dir ein Buch und fang' zu lesen an
Damit schon morgen wieder die Sonn' schein' kann.

La la la, la la la

© Uwe Dee/2012

 


 

Pillen

 

Eins, zwei, drei
Pillen liegen hier frei
Frei herum, vier fünf sechs
Es erscheint mir doch wie verhext
Denn Sie sind gar nicht fein.
Und Sie schmecken gemein
Wo für könn' die wohl sein?
Sieben, acht, neun
Ich höre auf zu zähl'n
Und bei zehn mach ich Schluss
Sie bringen sicher nur Leid
Was gar niemanden erfreut
Darum gebt acht liebe Leut'!
___________

Eins, zwei, drei
Flugs bin ich schon dabei
Räum' die Pillen vom Tisch
Weg sind Sie mit einem Wisch
Denn Pillen ohne Namen
Können gar nichts sagen
Sie stellen eher Fragen.
Fragen im Kopf
Ein uralter Zopf
Denn es ist sehr wohl wahr
Pillen können bringen Tod
Schluckt wer Sie in seiner Not
Darum Leute schmeißt sie fort.

© Uwe Dee/2011

 


 

Der Quicksteppdepp

Ich hätte gern getanzt mit dir

Quickstepp und Rock n Roll.
Doch es geht lange schon nix mehr
Es schmerzt mein Rücken doll.

Und dies schon seit geraumer Zeit
Kenn' nicht mehr einen Schritt

 

Der Ischias, er macht sich breit.
Ist wahrlich nicht der Hit.

So habe ich verlernt den Stepp
Den Tango, auch den Blues
Den Quick.. beherrsch ich noch ich Depp
Hier mach ich besser Schluss.
© Uwe Dee/2016

 


 

Cäsar

 

Den Hase Cäsar, kennt ihr den?
Im TV war er einst zu sehen.
Brachte uns näher dort den Beat,
alle Jugend machte mit.

Der andre Caesar, der aus Rom,
der verteidigte den Thron,
auf dem er saß ein leben lang,
bis er dann starb – alt und krank.

 ©Uwe Dee/2009

 


 

Cabaret

 

Kabarett rings um mich her,
täglich aufs neue bitte sehr!
Der Narrenkappenträger ist:
Bereits gesagt, Kabarettist.
Nimmt sich der Lügen vieler vor,
zieht sie öffentlich am Ohr.
Doch ungeachtet dessen machen
Jene weiter, ihre Sachen.
Die Kunst ein Humorist zu sein,
ist schwer, doch immer wieder fein.

©Uwe Dee/2009

 


 

Die Bank, das Frühjahr und der Frost

 
Da steht sie - Einsam und allein.
Sie würd' so gerne Eisfrei sein!
Die Bank
Sie wünscht sich; Das wir auf ihr säßen!
Und dabei dann die Zeit vergäßen.
Wenn wir nur träumten vor uns hin,
auf ihren Schoß, das fänd' sie schön.

Leider steht sie noch recht verlassen.
Sie fängt schon an sich selbst zu hassen.
Die Bank
Denn niemand da, der auf ihr sitzt,
mit seinem Schweiße sie benetzt.
Der ihr den Rücken zugewand,
sitzend beschaut sich vorn das Land.

Noch ist es kalt. Frost hüllt sie ein.
Tau spiegelt sich im Sonnenschein.
Die Bank
Sie trotzt der kalten Zeit.
Denkt; Bald ist es wieder soweit!
Bald sitzen sie wieder auf mir!
Allein, zu zweit, zu dritt, zu viert.

Und mit den warmen Frühlingstagen
traut er sich und wird es wagen!
Der Mensch
Er setzt sich auf die Bank geschwind;
Schaut zu, wie vor ihm spielt ein Kind!
Den Partner oder die Partnerin;
Neben sich - im Arm. Und in sich drin;

Spürt er, wenn auch sehr verschwommen,
er sagt es leis, doch unbenommen;
"Die Bank
Hier jetzt im Sonnenschein!
Sie gibt uns halt und läd' uns ein.
Auf ihr sitzend - zu sehen das Schöne"
Er gibt sich hin der Rückenlehne!

©Uwe Dee/2010

 


 

Zum Hintern...sei gesagt:

 

Arsch bleibt Arsch
Egal wie alt.
Egal, ob weiblich oder männlich.
Ein Arsch ist und er bleibt halt;
für viele unbekömmlich.

Arsch bleibt Arsch
und wenn von Mann,
dann darf Frau sich an ihm ärgern.
So einen Arsch wenn sie denn kann,
möchte sie gern woanders hin verlagern.

Arsch bleibt Arsch
Ist er von Frau;
Ist es für Männer viel, viel schlimmer!
Denn ein Mann - er weiß genau:
Dieser Arsch - er bleibt Gewinner(in)!

> Tja, je nachdem ob sie oder er ihn entdeckt und dies festgestellt hat<

©UweDee/2010

 


 

Die Leute von der BA

 

Der Arbeitsdamtsberater,
er ist vielleicht ein Vater.
Die Arbeitsamtsberaterin,
womöglich Mutter. Das macht Sinn.

Nun kommst du also auf das Amt,
bist morgens Früh gleich los gerannt,
und darfst dann warten voller Kummer,
bis aufgerufen - deine Nummer.

Du nun hinein in das Büro.
Erwartungsfreudig und schon froh,
den Weg ins Amt gemacht zu haben.
Doch weh, jetzt folgen tausend Fragen.

Wie heißt du denn, wo kommst du her?
Und gibt's von deiner Sorte mehr?
Hast gelernt du? Oder auch nicht?
Bist Groß gewachsen? Oder Wicht?

Und kannst du schleppen oder denken?
Kannst du auch ein Auto lenken?
Kannst du kochen oder nähen?
Nach all den Fragen darfst du gehen.

Und bist gegangen du sodann,
beginnt der Arbeitsamtsberatermann;
Zusammen mit der Beraterfrau,
sich zu beraten dort im Bau.

Was machen wir, was kann denn der?
Wo kriegen wir 'nen Job jetzt her?
Und für wie lange? Gott, oh weh!
Schwere Geburt - Herjemine!

Sie kochen Kaffee, plaudern, reden.
Verteilen Jobs, sind am vergeben;
Geistig alle freien Stellen,
die ihnen gerade einfallen.

Und die Beratung dauert an.
Es sind ja auch Berater Mann!
Ihr Job ist es sich zu beraten.
Man misst sie nicht an ander'n Taten.

Ihr Rat kann gut und Teuer sein.
Doch meist' fällt ihnen gar nichts ein.
Außer - das guter Rat teuer ist.
Alles wahr und echt kein Mist!

Den Rat, den werden sie erteilen
dir, wenn du bist dort am vorbei eilen.
Weil sie dich haben hin bestellt.
Und du - noch immer ohne Geld.

Und ohne Job und Perspektive.
Dafür darfst schau'n du in die Tiefe,
in die du fällst dann irgendwann.
Doch kümmert's den Beratermann?

Oder die Beraterfrau?
Dort in des Arbeitsamtes Bau?
Nein! Denn du bist nur ein Fall.
Eine Arbeitslossuchende Zahl.

Mehr nicht.

Und willst den Ratschlag du nicht nehmen?
Werden sie dir kein Geld mehr geben.
Denn schließlich ha'm sie sich beraten.
Für dich du kleiner Satansbraten!

Sie könnten deine Eltern sein.
Und dankst du's ihnen? Aber nein!
Sie haben aufgeopfert sich,
für dich und du, du dankst es nicht.

Du bist ein Brit, bist nur ein Sproß.
Der Apfel fällt nicht weit vom Schoß.
Das mag dich trösten. Irgendwann;
Sind deren eigne Kinder dann.

Auf dem Weg zum Arbeitsamt.
Weil ein Berater hat erkannt,
Hier tut nun auch Beratung Not.
Du, ich - wir zwei vielleicht schon tot.

©Uwe Dee/2011

 


 

Der Außerirdische


Wer kennt es nicht, das Zotteltier!
Von Melmac, ja, da kam es her.
Es landete in der Garage –
Von den Tanners.
Welche Blamage!
Raumschiff war kaputt gegangen.
Alf von nun an dort gefangen.

Nein, es war dort Gast
und gern gesehen.
Die Tanners taten es verstehen.
So war es Star in ihrem Haus,
und Alf ließ keine Späße aus.
Es mochte Katzen. Gern gebraten!
Auch mocht’ es andre Gräultaten.

Unfug war sein Lebensinhalt.
Das merkten auch die Tanners
sehr bald.
Kein Tag verging ohne das Alf –
Bei was auch immer - etwas nachhalf.
Und so passierte manch Malheur,
Die Tanners hatten es oft schwer.

Und dennoch
Spaß zusamm’ sie hatten.
Mit – nein, ohne Katzenbraten.
Alf lernte die Menschen zu verstehen.
Sie mit offnen Augen sehen.
Uns Menschen sei durch Alf gesagt:
Schön ist es, wenn man neues wagt.

©Uwe Dee/2009

 


 

Achterbahnsturzflug

 

Das Leben ist 'ne Achterbahn.
Mal geht es rauf, und ja, und dann
geht es im Sturzflug wieder runter!
Und manches Mal, sehr oft Mitunter
schlägt das Leben Kapriolen!
Ein Blitz, er trifft ganz unverhohlen
dann mitten in ein Herz.
Was bleibt, ist Schmerz.
Der leider nie sehr schnell vergeht.
Doch da die Welt sich weiterdreht,
das große Lebenskarussel,
wird es nach Dunkel wieder Hell!
Schmerz ist fort, es scheint die Sonne.
Weiter geht es mit Lebenswonne.

© Uwe Dee/2009


 

Das Spiel
Das Spiel mit Worten und Begriffen


Man greift zuerst insAlphabet
heraus, dadurch ein Wort entsteht.
Hernach, da bildet sich ein Satz!
Sozusagen, Schnell, Ratz Fatz.
Geschrieben kommt ein Absatz nun,

soll´s in der Folge weitergehn
Und variiert man dan im Denken,
kann Worte man in Reime lenken
So entsteht am Ende dann,
ein Gedicht, sowas kommt an!

© Uwe Dee/2009

 


Der Rosenkranz Hosentanz

Ein Rosenkranz den man benützt
beim Beten, müde und verschwitzt....
Und ängstlich, weil man Mist gebaut....
Und hat man ihn hernach verstaut
In seiner Tasche, in der Hose...
Dann liegt er dort, und zwart sehr lose.

Er schüttelt sich, legt sich zurecht.
Ob das nun gut ist, oder schlecht...
Ich weiß es nicht, ist auch egal.
Auf alle Fälle, alle mal...
Tanzt dieser Kranz mit jedem Schritt
Zu einem ihm bekannten Hit

Den nur die Hose kennt und er....
Und vielleicht auch noch ihr Träger.
Der Träger, dieser beiden Dinge.
Auf das es ihm stets neu gelinge...
Still zu beten, hält er nur
Die Perlen, aufgereiht auf einer Schnur.

In seinen Händen. Doch zur Zeit...
Liegt der Kranz zum Tanz bereit
In einer Tasche in der Hose
Locker dort und auch sehr lose.
Schaukelt mit dem Wiegeschritt
Des jenigen, mit jedem Tritt.
© Uwe Dee/2017


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