Raum 4

Gedichtswerkstatt - Gefeilt, wohlgesteilt

Fabeln, Märchen, Erzählungen, und alles reimlich.

 

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Roter Wein

 

Heute Nacht

hatte ich von dir geträumt
Heute Nacht
Hat sich mein Herz aufgebäumt
Heute Nacht
dachte ich nur an dich
Heute Nacht
Fand statt Herzens Gericht.

Roter Wein
Er bereitete Kummer
Roter Wein
Er machte es nur schlimmer
Roten Wein
trank ich zur falschen Zeit
Roter Wein
hat dich heut' Nacht befreit.

Denn du warst da, und hast mich heute Nacht begleitet
Du hast mir heute Nacht – nur Schmerzen bereitet.
Nun bist du frei, und ich atme wieder sehr tief ein.
Ja, so ist ein Traum, ja, so soll es wohl sein.

Heute Nacht

öffnetest du mir die Augen
Heute Nacht
ich mochte es kaum glauben
Heute Nacht
machtest du mir sehr klar
Mit Bedacht
Unsere Zeit, ja, sie war.
___________

 

Roter Wein
Er schmeckt lieblich und köstlich
Roter Wein
Sind die Träume auch hässlich
Roter Wein
öffnet Sinne und Herz
Roter Wein
betäubt Trauer und Schmerz.

© Uwe Dee/2015


 

Aphorismen und Zitate

Aphorismen und Zitate
Ziehen sich – derweil ich warte
Durch den Tag – in meinem Hirn.
Sie fangen an mich zu verwirren.

Der frühe Vogel fängt 'nen Wurm
Nach Flaute folgt auch wieder Sturm
Es folgt das Licht auf Dunkelheit
Glücklich ist nur, wer sich freut

So oder ähnlich stapeln sich

 

Weisheiten nun Schicht auf Schicht
Und der Berg wächst stetig an
Denn an allen - ist was dran.

Ob nun Heine oder Schiller
Goethe, oder Erhard Heinz
Auch Zitate von Lieschen Müller
Ich finde sie alle FEINST

Der Dalai Lama, Pearl S. Buck
Einstein, oder auch der Kant
Sie schenken uns ein wenig Glück
Dadurch, dass sie Dinge benannt

 

So, das wir sie auch begreifen
So, das wir sie auch verstehen
Wenn ihre Worte in uns reifen
Dann können wir viel neues sehen

Ist auch manches für die Tonne
Weil der Sinn sich stellt nicht ein
Dann ab damit, und voller Wonne
Auf, denn irgendeines wird schon sein

Das dir gefällt, oder auch mir.
Wie Glück, welches klopft an die Tür
bei denen, die danach nicht suchen
Als Los versteckt in einem Kuchen

Der uns allen wird serviert
Darum – bitte ungeniert
Greift zu und lasst es schmecken euch
Der Tisch sei gedeckt und sehr reich

Gespickt mit Wissen und Zitaten
Die alle selbst nur darauf warten
Stets von uns neu entdeckt zu werden
Egal, wo wir auch sind auf Erden.

© Uwe Dee/2015

 


Frau Holle und ihre Magd

 

Frau Holle hat sich Schnaps gemacht
Sie trägt ihn unterm Mieder!
Seht an, wer hätte das gedacht?
Wirkt sie doch brav und bieder.

 

Die Magd, zum schütteln eingestellt
Der Betten und der Kissen
Sah dies. "Warum, in aller Welt?
Ach geh, ich wills nicht wissen!"

 

So dachte sie und schlug das Bett
Bis das die Federn flogen.
Die fanden das nun garnicht nett
Machten um die Magd 'nen Bogen.

 

Weil Frau Holle im Himmel wohnt
Schlußfolgerte die Magd nun;
"Besoffen ist, nichts mitbekommt
Da kann ich ja jetzt eins tun."

 

Sie kehrte all die Federn aus
Und warf sie vor die Türe.
Von der Frau Holles Himmelshaus
"Mögen sie dort erfrieren."

 

Die Federn fingen an zu wein'
Und sanken auf die Erde.
Dabei wurden sie weiß und klein
Zu Schnee, die Flockenherde.

 

Und die Moral von der Geschicht;
Es wendet sich zum guten
Boshaftigkeit, wenn sie ausbricht.
Darauf da möcht' ich wetten.

 

Schnee, Schnee, Schnee, Schnee!
© Uwe Dee/2018


 

Jahreszeitlichkeiten

Ich hätte jetzt sehr gern ein Eis
Ein buntes, nur ein kleines
Denn dies – bei Hitze, wie ich weiß
Ist tatsächlich was feines

Wenn Sonnenschein rings um mich her
Mich schwitzen lässt, statt hardern
Wenn ich es fühle - bitte sehr
Es kocht das Blut in meinen Adern

Dann ist es Sommer

Ich hätte jetzt gern heißen Tee
Nen Becher voll, nicht Tasse
Das Wetter jetzt – ist, wie ich seh'
Grad' nicht die Güteklasse

Der Regen hier – statt Sonnenschein
Bringt Dunkelheit und Nässe
Kälte dringt durch Mark und Bein
Wie ich dies Wetter hasse

Denn es ist Herbst

Tag ein, tag aus – das gleiche Lied
Vorbei die Jahreszeiten
Schaut man sich um - ist, was man sieht
Sich Gleichheit nur ausbreiten

Wo ist das Frühjahr bitte sehr
Wo ist der Sommer, wo der Herbst
Und kommt der Winter wieder her?
Gefühlt das Jahr lang - nur noch März

Dann haben wir den Salat!

© Uwe Dee/2015

 


 

Wer kann es verstehen

Wer kann's verstehen?

Wer weiß um seinen Sinn?

 

Wer hat's gesehen?
Wo ist das Glück nur hin?


Wer weiß genau
Wie es um das Glück steht?
Und ob es nicht
Für immer von uns geht?
_______

Wisst Ihr
Ich hab' da eine Idee
Glaubt mir
Machbar ist es, was ich seh!
_______

Steht lächelnd auf jeden Tag!
Nehmt ihn an, wenn es auch plagt.
Schmerzt es im Rücken
Weil Lasten euch drücken
Es bleibt niemals so
Denn Lachen macht froh!
_______

Habt ihr's erkannt?
Wer weiß wo von ich sprech'?
Es liegt auf der Hand
Das Glück ist niemals weg.

Heute bei Dir
Morgen beim Findelkind.
Ob arm oder reich
Wer lächelt der gewinnt!
_______

Wisst Ihr
Ich hab' da eine Idee
Glaubt mir
Machbar ist es, was ich seh!
_______

Steht lächelnd auf jeden Tag!
Nehmt ihn an, wenn es auch plagt.
Schmerzt es im Rücken
Weil Lasten euch drücken
Es bleibt niemals so
Denn Lachen macht froh!
_______

Wer kann's verstehen?
Wer weiß um seinen Sinn?

 

Wer hat's gesehen?
Wo ist das Glück nur hin?

 


Wer weiß genau
Wie es um das Glück steht?
Und ob es nicht
Für immer von uns geht?

©Uwe Dee/2014

 


 

He, Darling

 

Hörst du denn mein Flüstern noch?
Weißt du nicht, ich lieb dich doch!

 

He, Darling du.

Du im Herzen immer jung.
In meiner Erinnerung.
He, Darling du.

Weißt du nicht, dass ich dich mag?
Du fehlst mir an jedem Tag.

 

Wo bist du hin?

 

Doch du bist nun nicht mehr da!

 

Alles Traum nur, was es war!

 

Das macht kein' Sinn.

Wie kannst du geh'n?
Ich vermisse dich sehr!
Kannst du versteh'n?
Komm bitte wieder her.
 

Ich mag dich gern!
Bin ohne dich allein.

 

Du bist mein Stern!
So wird es immer sein.

Wir trafen uns vor ein paar Jahr'n!
Weißt du denn noch wo wir war'n?

 

He, Darling du.

 
Sonne schien uns in das Herz.
Vergessen Kummer, aller Schmerz.
He, Darling du.

 

Weißt du nicht, dass ich dich mag?
Du fehlst mir an jedem Tag.

 

Wo bist du hin?

 

Doch du bist nun nicht mehr da!

 

Alles Traum nur, was es war!

 

Das macht kein' Sinn.

Wie kannst du geh'n?
Ich vermisse dich sehr!
Kannst du versteh'n?
Komm bitte wieder her.
 

Ich mag dich gern!
Bin ohne dich allein.

 

Du bist mein Stern!
So wird es immer sein.

 

Wird's noch mal sein
Wie einstmals für uns zwei?
Das wäre fein.
Es täte mich sehr freu'n!

Lass es gescheh'n
Schenk mir ein neues Glück!
Ich möcht' dich seh'n!
Du machst mich verrückt.

 

Ich möcht' dich seh'n!
Du machst mich verrückt.

© Uwe Dee/2015

 


 

Der Schmied im Kopf

Der Schmerz, er rast mir durch das Hirn
Er weiß noch nicht, wohin er will.
Ich greif 'gen Nacken – an die Stirn
Versteif' den Kopf, und halte still.

Nun sitzt der Schmerz mir in den Schläfen
Er pocht und hämmert ohne Sinn
Es ist, als wenn sich in mir träfen
Ein Schmied und seine Gesellenteam.

Sie wollen großes wohl erschaffen
In meiner kleinen Denkfabrik
Dazu tun sie zusammenraffen
Was dies Team halt zusammen kriegt.

Ein paar Umdrehungen der Synapsen
Ein paar Schläge aufs Gemüt.
Äderchen – werden zu Strapsen
Das Eisen auf dem Amboss glüht.

Und ich, ich fasse mir den Kopf
Und suche zu verdrängen
Den Schmerz, der wie aus einem Topf
Versucht hinaus zu drängen.

So, Schluss für Heute Schmiedgesell'
Das war's, nun gehe du nach Haus
Ich halt nun nicht mehr länger Still
Und schmeiße euch hinaus.

Dazu nehm' ich ein Aspirin
Am besten zwei, drei, vier
Dann leg ich mich ein wenig hin
Bis ich dann nichts mehr spür'.

Und deine Schmiedekunst nimm mit
Ich will sie nicht behalten
Sobald ich wieder frisch und fit
Werd' Kunst ich selber – nun gestalten.

© Uwe Dee/2016

 


 

Sternenglück

 

Einst hat' ich dich geseh'n
Und ich war verliebt
Wie konnte das geschehen?
Weg war, was mich betrübt.

 

Seit du mir begegnet
Bin ich der Liebe voll
Mir ist, du bist gesegnet
Das ist toll.

Ich liebe dich Darling
Ich liebe dich.
Wenn ich dich wieder find'
Dann bitt' ich dich

 

Sei mir mein kleiner Stern
schau bitte her
Ich habe dich sehr gern
und viel viel mehr.

Ich liebe dich Darling
Ich liebe dich.
Wenn ich dich wieder find'
Dann bitt' ich dich

Ach bitte, du mein Schatz, lass' uns gemeinsam geh'n
Egal, wohin mit dir! Da ist es schön.
Egal, wohin mit dir! Da ist es schön.

© Uwe Dee/2015

 


 

Es geht eine Träne auf Reisen

Sag mir doch noch mal Deinen Namen
Dein Name – den hör' ich so gern.
Ich denk d'ran, wo wir gestern waren!
Wir waren auf einem andern Stern.

Dort nahmst Du mich in deine Arme
Wir hatten uns beide sehr lieb.
Ich vermisse nun deine Wärme!
Du hier – jetzt, das wäre der Hit.

 

Sag mir doch noch mal Deinen Namen
Dein Name – den hör' ich so gern.
Ich denk d'ran, wo wir gestern waren!
Wir waren auf einem andern Stern.

Ich fürchte, dass ich dies nur träumte
Ich träumte von dir gestern Nacht.
Mein Herz war es, dass sich aufbäumte.
Es hat dich nah zu mir gebracht.

Sag mir doch noch mal Deinen Namen
Dein Name – den hör' ich so gern.
Ich denk d'ran, wo wir gestern waren!
Wir waren auf einem andern Stern.

So bleib bei mir, geh nie mehr fort du!
Ich hab dich für alle Zeit Lieb.
Bist du fort, finde ich keine Ruh!
Ich liebe Dich – was auch geschieht.

 

Sag mir doch noch mal Deinen Namen
Dein Name – den hör' ich so gern.
Ich denk d'ran, wo wir gestern waren!
Wir waren auf einem andern Stern.

Ich nenne dich ab jetzt Sterntaler.
Denn Talerchen habe ich gern.
Wär' ich kein Dichter sondern Maler
Dann malt' ich für Dich einen Stern.

© Uwe Dee/2015

 


Ein Bund Rosen

 

Ein Bund Rosen
Nur für Dich!
Ein Bund Rosen
Warum nicht?
Schenk ich Dir jetzt ganz spontan...
Du hast es mir angetan.

 

Ein Bund Rosen
Soll'n es sein.
Ein Bund Rosen
Sie sind fein.
Nur für Dich, schau mich mal an...
Du hast es mir angetan.

 

Es dreht die Welt sich um mich her.
Meinen Herzschlag spür' ich nicht mehr.
Bist Du bei mir, ist mir, als wär'
Die ganze Welt ein einz'ges Meer.

 

Ein Meer aus Freudentränen pur.
Mit Dir zusamm' - in einer Tour.
Ohne Dich, was tät ich da nur?
Mein Mädel, komm einmal zu mir!

 

Ein Bund Rosen
Nur für Dich!
Ein Bund Rosen
Warum nicht?
Schenk ich Dir jetzt ganz spontan...
Du hast es mir angetan.

 

Ein Bund Rosen
Soll'n es sein.
Ein Bund Rosen
Sie sind fein.
Nur für Dich, schau mich mal an...
Du hast es mir angetan.

 

Das Karussel der Liebe dreht
Im Winde sich, wie's weitergeht...
Wissen wir nicht, doch nie zu spät...
Ist es für Rosenduft, der weht.

 

Er weht uns beiden ins Gesicht.
Sorgen und Leid verspür'n wir nicht.
In unsern Herzen brennt ein Licht.
Mein Mädel Du, ich liebe Dich.

 

Ein Bund Rosen
Nur für Dich!
Ein Bund Rosen
Warum nicht?
Schenk ich Dir jetzt ganz spontan...
Du hast es mir angetan.

 

Ein Bund Rosen
Soll'n es sein.
Ein Bund Rosen
Sie sind fein.
Nur für Dich, schau mich mal an...
Du hast es mir angetan.

© Uwe Dee/2018


Sturmböen

Es bläst der Wind...
grade sehr stark
Drehst Du dich um...
dann bläst er hart...
Dir ins Gesicht
die Luft bleibt aus...
Dir ist als bricht...
nun aus der Graus.
Mit jedem Atemzug...
spürst Du
Es ist genug...
Du wünscht Dir Ruh'

Das Leben zieht...
an Dir vorbei.
Du bist bemüht...
Dich zu erfreuen.
An dem, was war...
was Dir gefiel.
Und Dir wird klar...
das Lebensspiel...
Hört irgendwann...
Auch für Dich auf.
Zuende dann...
Dein Lebenslauf.

Doch jetzt noch nicht.
Denkst Du Dir nun.
Im Angesicht...
Von Wind und Sturm...
drehst du dich um...
und Du gehst weg.
Du hast zu tun...
sagst Du Dir keck!
Noch dreht es sich...
das Karussel.
Ganz sicherlich...
auch nicht zu schnell.

Das Alter spielt...
gar kein Klavier.
Es zählt gefühlt...
das jetzt und hier.
Wenn auch der Wind...
jetzt zerrt und stürmt...
Er sich geschwind...
grade auftürmt...
dann lächel nur...
denk dir; was soll's
Halt Deine Spur.
Und halt sie stolz.
© Uwe Dee/2018


Ein Träumchen

Ich habe heute Nacht geträumt...
Wir beide
Haben zusamm' gelacht, geweint...
Vor Freude!

Wir trafen uns im Traum nach langer Zeit.
Ich wünschte mir, es wäre Wirklichkeit.

Du schaust noch immer aus, so schön...
Mein Mädchen.
Einst ließ ich Dich alleine steh'n...
Im Städtchen.

Es tut mir leid, hätt ich's nur nie getan.
Was wär' es fein, fingen wir noch mal an.

In meinem Traum erschien uns zwei'n...
Ein Engel.
Er sprach; "lass sie nie mehr allein...
Du Bengel."

Du lachtest und Du sagest; "Schwör es mir!"
Das tat ich und es fiel mir garnicht schwer.

Der Engel, der uns beiden war...
Erschienen
Sagte; "Seid für einander da...
Ihr Lieben.

Habt Ihr euch zwei, auch lange nicht geseh'n.
Für Euch zwei wird ab heut' das Leben schön."
_____

Das alles erzähle ich dir
Weil ich in meinem Herzen spür...
Du träumtest auch das gleiche Stück...
Von unser zweier Lebensglück.
_____

Ich habe heute Nacht geträumt...
Wir beide
Haben zusamm' gelacht, geweint...
Vor Freude!

Wir trafen uns im Traum nach langer Zeit.
Ich wünschte mir, es wäre Wirklichkeit.
© Uwe Dee/2018


Von wegen Alt!

 

Ich hab geglaubt, ich werde alt
Doch dann kamst Du derart Gestalt...
Das ich erfreut war Dich zu sehen
Denn Du bist wirklich wunderschön.
In meinem Alter noch dazu
Ich fragte Dich; wer bist denn Du?
Du sagtest nur zu mir; Ich bin...
Die Anne, komm, nun lass uns gehen.

 

Wir gingen aus der Bar heraus
Und liefen doch nicht gleich nach Haus...
Einjeder ganz für sich allein...
Nein, uns zweien fiel das nicht ein.
Wir liefen rüber hin zum See
Und als Du tatest bei mir steh'n...
Da nahm ich Dich in meinen Arm
Und es war schön, was dann begann.

 

So kamen wir zusamm' wir zwei.
Saßen im Gras, fühlten uns frei...
Und alles was dann noch geschah...
War wirklich mehr als wunderbar.
Als Paar verbrachten wir die Nacht
Hatten nichts schlechtes uns gedacht...
Lagen zusamm' und schliefen ein.
Es weckte uns der Sonnenschein.

 

Seither weiß ich, das Alter spielt...
Gar keine Rolle, wenn man fühlt...
Das man so jung ist, wie man mag
Das ein' nichts zwickt und auch nicht plagt
Wenn man nur liebt und sich versteht
Dann ist es wirklich nie zu spät...
Für Dies und Das und vieles mehr...
Anne dafür dank ich dir sehr.

© Uwe Dee/2018


Sonnenscheinbitte

Lieber Gott, lass’ Sonnenschein
Jetzt und Hier und Immerda
In ein jedes Herz hinein
Ach, was wär’ das wunderbar.

Herzen täten schlagen gehen
An die Türen andrer Leut’
Täten die Leute sich verstehen
Ihre Herzen wär’n erfreut.
Neid und Hass und Rachesüchte
Verflögen dann, lösten sich auf.
Der Menschen viele Seelenfrüchte
Zeigten sich und das zu Hauf’.

Wäre das nicht wirklich schön?
Ach, lieber Gott, mach es sogleich.
Lass’ unsre Herzen zu dir drehen!
Mach’ sie mit deinem Lichte reich.
© Uwe Dee/2017

Der Dudelsack

 

Mein Mann beherrscht den Dudelsack
Er spielt ihn wirklich richtig.
Er will, dass ich die Tuba spiel.
Das wäre ihm sehr wichtig.

 

Bitt' ich mein Mann "Blas ihn mal auf"
Dann kommt er doch ins schwitzen.
Ich sag zu ihm dann: "Pass mal auf
bespiele ihn im sitzen."

 

Ein Kleinkonzert im Wohnzimmer
Wer kann dem wiederstehen?
Und sagt mein Mann, er kann nimmer!
Sag ich, noch wird es gehen.

 

Ich halte ihm meine Tuba hin
"Spiel doch mal drauf, auf meiner.
Sie ist wie ich - Kubanerin
Wie du kann es sonst keiner!"

 

Die Lebensgeister kehr'n zurück
Mein Mann gerät in Rage.
Den Dudelsack bespielt zum Glück
Noch mal er - ohne Blamage.

© Uwe Dee/2018


 

Das Chamäleon und...

 

Mal ist es Grau, mal ist es Grün.
Und meistens ist es nicht zu sehen.
Auch kann es Rot sein, oder Beige.
Wenn es sitzt auf einem Zweige.


Perfekt getarnt, nicht zu erkennen.
Gefahr erahnend durch Antennen -
mag man glauben - die es schützen,
so kann es reglos nur – da sitzen.

Und verharren lange Zeit.
Es dauert eine Ewigkeit,
bis es glaubt: Gefahr vorüber.
Dann wechselt es die Farbe wieder.

Und kommt hervor. Es ist zu sehen.
Farblich ist es wirklich schön.
Was hat sich die Natur gedacht,
als es diese Kreatur gemacht?
____________________

Mal ist es Rot, mal ist es Schwarz.
Mal Grün, mal Gelb. Doch nie zum Spaß.
Wo immer es sich grad aufhält,
es passt sich an, auf dieser Welt.

Sein Tarnmantel ist Heuchelei.
Es fühlt sich Stark, und auch recht frei.
Solang’ es in der Masse ist,
weil Masse einfach Klasse ist.

Es taucht dort unter, fällt nicht auf.
Nimmt Abstriche dafür in Kauf,
oder es drängt bis an die Spitze!
Weil es dann ganz Oben sitze.

Von dort aus Macht und Stärke zeigen.
Das strebt es an, das kann es leiden.
Was hat sich die Natur gedacht,
als es diese Kreatur gemacht?

©Uwe Dee/2009

 


 

Cloude und ihr Häschen

 

Sie liegt im Bett, die Äuglein zu.
Es schaut so friedlich aus.
Doch in ihr drin, ist keine Ruh!
Ihr Traum, er war ein Graus.

Nun kullern sie die ersten Tränen
Die Augen sind jetzt offen!
Sie tät gern ihren Hasen nehm'
doch darauf kann sie nicht hoffen.

Der Hase ist seit kurzer Zeit
mir nichts, dir nichts verschwunden.
Die Deern, sie wartet nun bereit
Still zählt sie nun die Stunden.

Der Grund, er ist ihr nicht bekannt.
Warum tat's Häschen gehen?
So starrt sie nun an eine Wand
Sie kann es nicht verstehen.

Niemand da, der sie beschützt,
vor manchen bösen Träumen!
Der sie umarmt, ihr Näschen putzt
Wenn, fängt sie an zu weinen.

Da hört sie eine Stimme fein,
Cloude mach dir keine Sorgen.
Schau zu mir auf, bist nicht allein.
Das Häschen, es kommt morgen!

So schaut das Kind zum Sternenzelt,
Gleich unter der Zimmerdecken!
Eine Häschenwolkchen dort sehr hell
Es nimmt dem Kind den Schrecken.

Weiß ist die Wolke klar und rein,
leicht und unbeschwert.
In seinem Schutz wirst' immer sein!
Sagt sie zum Kind, du bist es wert.

©Uwe Dee/2011

 


 

Wölkchen Cloude

 

Sie liegt im Bett, die Äuglein zu.
Es schaut so friedlich aus.
Doch in ihr drin, ist keine Ruh!
Ihr Traum, er war ein Graus.

Nun kullern sie die ersten Tränen
Die Augen sind jetzt offen!
Sie tät jetzt gern zur Mama gehen
Doch darauf kann sie nicht hoffen.

Die Mama ist um diese Zeit
Spät Nachts noch Geld verdienen.
Fürs Kind hat sie am Tage Zeit.
Nachts geht sie Männer lieben.

Der Papa ist ihr nicht bekannt
Sie hat ihn nie gesehen.
So starrt sie nun an Deckenswand
Und kann es nicht verstehen.

Niemand da, der sie beschützt,
Vor diesen bösen Träumen!
Der sie umarmt, die Nase putzt
Wenn, fängt sie an zu weinen.

Da hört sie eine Stimme fein
Cloude mach dir keine Sorgen.
Schau zu mir auf, bist nicht allein.
Die Mama die kommt morgen.

So schaut das Kind zum Sternenzelt
Gleich unter der Zimmerdecken!
Eine Wolke den Raum erhellt
Sie nimmt dem Kind den Schrecken.

Weiß ist die Wolke klar und rein
Leicht und unbeschwert.
In meinem Schutze sollst du sein!
Sagt sie zum Kind, du bist es wert.

©Uwe Dee/2009

 


 

Coundown

 

Frühsommer 2014

 

Uwe, komm uns doch besuchen!

 Ich backe uns auch einen Kuchen.
Sehr gerne würd' ich dich kenn'lernen
Leider wohnst du so weit fern!“

 

Ist kein Problem, ich komm' zu dir
Am Freitag zwischen Zwölf und Vier!
Es dauert etwas mit der Bahn!
Ich freue mich! Ok, bis dann!“

 

Ticket gekauft, Platz reserviert
Und fein gemacht, wie sich's gehört
Erhält der Uwe eine Mail;
Den Abend vorher:

 

Nicht so schnell!

 

Hilfe du, ich habe Angst
Nicht, das du mir eine langst
Doch sieh, wir kenn' uns beide kaum
Und echt, ich tue mich nicht trau'n

 

Komm nicht hierher, schon gar nicht Morgen
Ich schlaf nicht mehr, hab nur noch Sorgen!
Lass' den Besuch uns doch verschieben
Auf's nächste Jahr im Monat Sieben!“

 

Ist kein Problem, alles ist Gut.
Fehlt dir hierzu jetzt der Mut
Ist deine Einladung passee -
Dann kann ich das sehr gut verstehen.

 

Nicht immer weiß man, wer wer ist.
Und fehlt die Traute, ist es Mist.
Na ja, egal, ich freue mich
Auf nächstes Jahr dann sicherlich.“

 

Am Tag darauf 'ne neue Mail!

 

Tat ich dir weh? War das zuviel?
Ich glaub', dass du verärgert bist.
Das wollt' ich nicht, echt, echter Mist!

 

Nicht das wir uns nicht mehr verstehen
Jetzt, wo wir uns nun doch nicht sehen!
Und du mit mir nun nicht mehr schreibst!
Ich will das du erhalten bleibst.“

 

Ist kein Problem du, alles klar!
Alles bleibt wie's immer war!
Keine Sorge, ich verstehe!
Na ja, das tat schon etwas wehe!“

 

Spätsommer 2014

 

Danach kam keine Mail dann mehr.
Von nun an blieb das Postfach leer.
Und auch kein Gruß, kein liebes Wort
Die Frau war einfach weg und fort.

 

Sie sahen sich chatten ab und an
Das war's auch schon, oh man oh man.

 

Einst sprach sie „Uwe... „ hocherfreut
Jetzt machte sich die Stille breit.

 

Und aus „Uwe und Natalie“
Da wurde „Du“ und später „Sie“

 

So vergingen ein paar Wochen
Ein Graben, er war aufgebrochen.
Die Welt, sie tat sich weiterdrehen
Der Uwe tat nichts mehr verstehen.

 

Herbst 2014

 

Und dann, da stand es schwarz auf weiß
„Ich ziehe um morgen – kein Scheiß
Und freue mich auf jenen Mann
Mit dem ich ganz neu fange an!“

 

Tja Uwe, so kann es gehen.
Du kennst das ja, lass' es so stehen!

© Uwe Dee/2014

 


Childrins

 

Hört ihr Leute hört mal her, was ich Euch jetzt sage
Geht's im Leben auch mal schwer; Hört mal her!

Children's sind das größte Glück,

 

Children's unsrer Tage

 

Wenn sie wachsen Stück für Stück;

 

Bitte sehr...

 

Children's schenken Freude uns!
Children's – ach, wie schön!

 

Children's – Leute, wunderbar,

 

sie zu sehen.

 

___

 


Sind sie am spielen, sind sie am toben
Sind sie am lachen, oder weinen Sie gerad'

 

Children's Augen strahlen, das möcht ich betonen
Wenn wir sie nur lieben, unser Leben lang.

 

___

 

Hört ihr Leute hört mal her, was ich Euch jetzt sage
Geht's im Leben auch mal schwer; Hört mal her!

Children's sind das größte Glück,

 

Children's unsrer Tage

 

Wenn sie wachsen Stück für Stück;

 

Bitte sehr...

 

Children's schenken Freude uns!
Children's – ach, wie schön!

 

Children's – Leute, wunderbar,

 

sie zu sehen.

 

:::::::
:::::::

 

Hört ihr Leute hört mal her, was ich Euch jetzt sage
Geht's im Leben auch mal schwer; Hört mal her!

Children's sind das größte Glück,

 

Children's unsrer Tage

 

Wenn sie wachsen Stück für Stück;

 

Bitte sehr...

 

Children's schenken Freude uns!
Children's – ach, wie schön!

 

Children's – Leute, wunderbar,

 

sie zu sehen.

© Uwe Dee/2015

(Danke AZ für die Inspiration!)


 

Cindy Ella

 

Mutter verstarb, Vater allein
Wollt' nicht mehr alleine sein
Er traute sich
Und ehelichte..
Daraus ergab sich die Geschichte

 

Seiner Tochter, die seit dem
Durft nur noch in der Küche stehen.
Und Hausmagd sein.
Und Dienstmädchen
Das war nun wirklich gar nicht schön.

 

Auch Vater starb nach kurzer Zeit.
Die Stiefmutter hat es erfreut.
So lebte Sie in Saus
Und Braus
Mit ihren Töchtern nun im Haus.

 

Und Ellas Freunde waren nun
Ochs, Esel, Ziege und das Huhn
Und alle Tiere
Um den Hof.
Als dann einst der König rief:

 

Ihr holden Weiber, ihr auf Erden
Wer will des Prinzen Gemahlin werden?“

 

Alle Mädels wollten's sein.
Auch Cindy fand das ziemlich fein.
Sie frug die Mutter:
„Ob sie dürfe?“
„Ja, aber nicht in dieser Schürze!

 

Sieh, das zu einem Kleid du kommst...
Und erst das Wohnhaus. Du weißt sonst
Sonst kann ich sehr
Sehr böse sein.”
Dann ließ sie Ella steh'n allein.

 

Die Stiefschwestern, die sie nicht mochten
Ihr täglich Dornen ins Haar flochten
Zerrissen flugs
Ihr alle Kleider
So war'n sie halt die beiden Weiber.

 

Traurig ging Cindy in den Garten
Dort eine Fee tat auf sie warten
Sie schenkte ihr nebst
Kleid und Schmuck
Glasschuhe – welche bring' Glück.

 

Die Tiere, ihre Freunde nun
Brachten sie schnell im Wagen hin.

 

Im Geist die Fee hörte sie sagen:
"Bis Mitternacht darfst du es wagen
Doch sei zeitig
Du zurück.
Sonst bringt der Abend dir kein Glück."

 

So tanzte Ella mit dem Sohn
Des Königs und er war ganz hin
Und hergerissen
Von der Schönen.
Nur noch sie wollt' er begehren.

 

Zur Mitternacht Ella entschwand.
Der Prinz sie suchte nun im Land
So zog er um
Von Haus zu Haus
Schaute nach seiner Liebsten aus.

 

Da sie verlor'n hat einen Schuh
Dachte er: „Was mach ich nu?
Er kann nur passen
Einem Girl
Welches ich schnellstens finden will.“

 

So sprach er's ab mit seinem Vater
Den Herzog auch um Hilfe bat er.

 

Der beiden Ritter ritten aus
Also nun von Haus zu Haus.
Und passten jedem
Mädchen an
Den Schuh, der keiner passen kann.

 

Vor Ellas Heim nun angekommen
Stiefmutter tat vor Schreck verstummen
Versteckte diese
Cindy Ella
Im Verließ tief drunt' im Keller.

 

Zu ihren Töchtern sprach sie nun:
„Hackt ab die Zeh'n euch, nun macht schon.
Der Schuh aus Glas
Er muss euch passen
Sonst wird euch der König hassen“

 

Alle Tiere aus dem Stall
Summten dieses Lied vom Ball
Als die Mädchen
Es nun taten
Wie die Mutter angeraten.

 

Die Tauben gurrten Ruckidigu:
"Sie sind es nicht. Blut ist im Schuh."

 

So drang der Prinz selbst in den Keller
Der Singsang wurde immer schneller
Er stieß die Türe
Dorthin auf
Mit Cindy Ella kam er rauf.

 

Wieder hinauf in Hauses Halle
Und ließ verhaften sie dann alle.
Die Stiefmutter
Und deren Töchter.
Die brachen aus in arg Gelächter.

 

Sie drehten durch, das ist doch klar
Zumal es kalt und dunkel war
Im Kerkerloch
Des Königshauses.
Da Cindy seitdem seine Frau ist.

 

So kann das Schicksal sich doch wenden.
Ella trägt Schmuck an ihren Händen
Den einst Ihre
Mutter trug.
Die Glasschuhe brachten das Glück.

© Uwe Dee/2016

 


 

Wo ist sie denn?

 

Ja wo ist denn meine Brille?
Ach was hasse ich die Stille,
all die Ruhe um mich her,
ich finde meine Brill' nicht mehr.

Eben noch vor meinen Augen.
Jetzt kann ich es selbst kaum glauben.
Sie ist weg, ist nicht mehr da,
wo sie sonst doch immer war.

Nun suche ich sie schon seit Stunden.
Immer wieder neue Runden.
Schaue hier hin und auch dort.
Doch die Brille, sie bleibt fort.

Nicht im Bad, nicht in der Küche.
Ganz egal, wo ich auch suche.
Sie ist fort, nicht aufzufinden.
Ich vergaß, sie an zubinden.

Wäre ein Band an ihr'm Gestell,
wär's statt Dunkel jetzt - noch hell.
Denn wenn um meinen Hals sie bummelt,
hätte ich sie nicht verlummelt.

So nun aber ist sie weg.
Scheinbar macht es wenig Zweck,
sie zu suchen wo auch immer.
Das Suchen macht es nur noch schlimmer.
_______________

Doch da,
jetzt fängt mir an zu dämmern:

"Vorhin warst du doch am hämmern.
Uwe - ja, dir lief der Schweiß.
Auch, weil dir war es sehr heiß".

Ja klar, so war's. Es musste her -
jetzt ein Nagel bitte sehr.
Weil daran dann ein Bild häng'n sollte.
Weil ich dies vorhin so wollte.

Mit dem Hammer in der Hand,
war ich dann zur Wand gerannt.
Und dort, damit ich besser seh!
Die Brill' ich nahm. Ohweh ohje.

Ich setzte sie mir auf die Nase.
Denn in dieser heißen Phase,
wäre ein Schlag mir auf die Finger;
Das Schlimmste wohl, und viel, viel schlimmer.

Doch durch das Glas, welches ich sah,
sah ich den Nagel wunderbar.
Ich sah die Wand auch - und das Ziel.
Doch dann geschah es. Und ich fiel.

Ich fiel und mit mir fiel die Brille.
Mir von der Nas' in aller Stille.
Sie legte sich - scheinbar so hin,
dass ich sie niemals wieder fin'.
______________________

Doch weit gefehlt. Ich will es wagen.
Ich traue mich und will es sagen.
Zwar stürzte ich, das ist wohl wahr.
Doch war die Brill' hernach noch da.

Nur ich, ich hatte angenommen,
mir sei die Brill' abhand gekommen.
Denn was fest auf der Nase sitzt,
man leicht vergisst. Das ist kein Witz.

Die Brille saß noch immer da,
wo vorher sie ja auch schon war.
Doch ich, ich hatte sie vergessen.
Und suchte d'rum - sie wie besessen.

Mir fiel es nicht im Traume ein,
und dachte: "Wo kann Sie bloß sein"
Dann endlich traf mich wie ein Schlag;
Ein Blick in`n Spiegel - Hammer hart.

Den ich mir gönnte, als im Bad;
Ich mich erneut auf Pirsch begab.
Wo mochte nur die Brille sein?
Das ich sie trug, fiel mir nicht ein.

Erst als ich mich im Spiegel sah,
da wurde mir schlagartig klar;
"Meine Brille - stets sie an mir klebt.
Auch wenn ich wanke. Auch, wenn es bebt".

 So denke ich:

"Alzheimer komm!
Wie lange lauerst du denn schon?
Heute war es die Brille. Was kommt Morgen?
Alzheimer du, sollt' ich machen mir Sorgen?"

©Uwe Dee/2011

 


 

Die Bremer Stadtmusikanten

 

Der Musikanten vier, sie waren.
Jedes von Ihnen war auf der Flucht.
Es spielte sich ab vor vielen Jahren.
Im Lande wurden sie gesucht.

Getötet werden sollten sie,
weil viel zu alt für ihre Herren.
Niemand wollt haben dieses Vieh
Sie liefen fort, hatten`s nicht gern.

So kamen ein Esel und ein Hund,
zusammen mit Kater und Hahn.
Das Quartett - zwar arg und bunt
Zusammen trotzten sie allen Gefahren.

Im Walde von Bremen, dem Städtchen,
da fanden sie ein Räuberhaus.
Sie drehten ein wenig am Rädchen,
und machten den Räubern Garaus.

Das Haus es lag einsam gelegen,
inmitten im Wäldchen am See.
Für die Vier war es ein Segen,
Es schütze vor Regen und Schnee.

Sie waren lange noch am Leben.
Machten vielleicht auch Musik.
Die Bremer täten viel dafür geben,
kämen sie noch einmal zurück.

©Uwe Dee/2009

 


 

Tod des Wortebaumes!

 
Nun ist`s vorbei, es ist geschehen!
Ich kann das Bäumchen nicht mehr sehen,
welches trägt der Worte viele
zu Hunderten an einem Stiele!

Das Bäumchen fort, was ist geschehen?
Es ist verdorrt, kann`s nicht mehr sehen!

Das Bäumchen war eher ein Baum.
Und er war echt, nicht nur im Traum!
Es gab ihn hier in meinem Garten.
Doch jemand kam mit einem Spaten.

Der Baum ist fort, was ist geschehen?
Es war wohl Mord, nicht zu verstehen!

Nun steh ich da - und schau hinab,
Mir ist - als schaut` ich in ein Grab.
Dorthin, wo einst das Bäumchen stand.
Jenes - aus des Geistes Land.

Das Bäumchen fort, nicht zu verstehen!
Und selbst das Wort ist am vergehen.

So fehlen mir der Worte viele,
die vorher einst an einem Stiele,
an einem Ast des Baumes hingen.
Nun muss ich um die Worte ringen.

Die Worte fort, sind am vergehen!
Wie lässt sich da der Sinn verstehen?

Den Sinn der Worte gibt`s nicht mehr.
Der Baum, er gibt sie nicht mehr her.
Da dieser Baum fort ist und Tot,
die Erde noch vom Blut ganz rot.

Der Baum ist tot, bald auch die Worte?
Wo blüh`n sie nun - an welchem Orte?

Ich kann die Worte nicht mehr sehen!
Kann ihren Sinn nicht mehr verstehen.
Weiß nicht, was wollen Worte sagen?
In meinem Kopfe nichts, als Fragen.

Die Worte schwinden nun dahin
Mit ihnen langsam auch der Sinn.

In meinem Schädel hall`n sie nach.
Ihr Echo klingt, wenn auch nur schwach.
Und ist das Echo erst verstummt,
Hernach nur noch der Schädel brummt.

So steh ich hier an diesem Orte
Und trauere um Baum und Worte.

Es ist nichts mehr mit Schreiberei.
Des Baumes Blütezeit vorbei.
Verstehen kann ich dieses nicht.
Drum schreie ich; Hier im Gedicht:

Es sind tot - Sinn, Worte und Baum.
Ich fass es nicht und glaub es kaum. 

 

Und deshalb hoffe ich doch sehr,
das ich bald spüre gar nichts mehr.
Das mich spült die Ewigkeit,
hin zu dem Baum der Seligkeit.

Dort wird auch wachsen und gedeihen,
ein Wortebaum im Sonnenschein.

©Uwe Dee/2009

 


 

Der Bruch im Netz

 
Vor ein paar Wochen liebe Leute,
es scheint, als war es gerade Heute;
da kam ‚ne Freundin wem recht dumm.
Und dieses nahm das Wem ihr krumm.

Freundschaft ade, in Windes Eile?
Nein! Dazu braucht es eine Weile.

Zuerst schlich Missverstehen sich ein.
Da es nicht kann alleine sein,
kam Argwohn noch hinzu mit List.
Auf das sich kräftig streiten lässt.

Damit das Trio wird auch voll!
Gesellte sich hinzu der Groll.

Und die, die es aus Ferne sahen,
wagten nicht - zu sein im Nahen.
Nur vereinzelt und im stillen;
Ergriff Partei wer - um zu killen –

ihn, weil er als Störenbold,
so dargestellt, wohl trug die Schuld.

An dem Geplänkel, welches sich
Aufgebläht hatte, und bei Licht –
Betrachtet hätte er erkennen sollen,
völlig umsonst ist all das Grollen.

Nun ist, und so wird’s ewig sein,
geborsten ein recht großer Stein.

Der die Form hatte, eines Herzen.
Stein empfindet keine Schmerzen.
Doch dieser Bruch in einem Stück;
Entzweite nicht nur jenes Glück –

Welches die zwei zusammen führte,
als noch die Harmonie regierte.

Nein, Schmerz, er stach durch das Gebein.
Auch er kam nicht alleine. Nein!
Er brachte mit sich ganz perfide;
Einsamkeit, welche rigide...

Dafür sorgte, das Stick um;
Auch andre Freunde wurden stumm.
So nach und nach, und sich verzogen.
Realität zurecht gebogen,

lässt nun für sie als Narr dastehen,
den, von dem es besser ist zu gehen.

Sich weit, weit von ihm zu entfernen.
Um dann vergessen zu erlernen.
Denn es ist leichter auszuschließen;
Als sich auseinander setzen zu müssen.

Gerade, wenn selbst wer ist betroffen,
so fängt er an recht leis’ zu hoffen;

Bitte Kelch, geh du vorüber,
an mir, lass dich woanders nieder.
Verschone mich, lass mich in Ruh.
Du böser, böser Zauber du.

Und ist der Ruf erst ruiniert,
dann lebt es sich ganz ungeniert.

Ich denke nun; auf Zeit kommt Rat.
Später erfolgt vielleicht die Tat,
das Hände reichend sich versöhnen,
jene, die sich noch verhöhnen.

©Uwe Dee/2010

 


 

Der Wortebaum!

 
Es steht geheim, an einem Orte
nur liebe Freunde können ihn sehen!
Ein knorrig alter Baum der Worte,
wenn sie zu ihm auf Reisen gehen.

Stehend dort unter seinem Dach,
sehend die große Blätterlast;
Dann dämmert ihnen, wenn auch schwach:
Der Baum all ihre Worte fasst.

Alle Worte dieser Welt
gesprochen und auch nur gedacht,
der Baum sie hier zusammen hält,
wie eine bunte Blütenpracht.

Wer mag, der darf sich Worte nehmen,
der Besten nur, und klar im Sein.
Sofern bereit ist, er zu geben,
ab, von seinen Wortschätzlein.

©Uwe Dee/2009

 


 

Brüderchen & Schwesterchen I. Teil

 

Brüderchen und Schwesterchen, sie gingen in den Wald.
Zuhause bei der Stiefmutter – ward es ihnen zu kalt.

Mama war tot, seit her nur Tritte, aua – aua – weh.
Den Herrn ansprach das Brüderchen, ob der es denn nicht seh.

Doch Gott war fern, ließ es gescheh'n. Ohweh, Herrjemine.

Sie kletterten in einen Baum, verbrachten dort die Nacht.
Durch Sonnenschein am nächsten Tag waren sie aufgewacht.

Dem Brüderchen quälte der Durst. Er hörte einen Bach.
Mit Schwesterchen an seiner Hand – ging er dem Rauschen nach.

Sie hörten nicht, wie Stiefmutter durchs Unterholz sich brach.

Die Stiefmutter 'ne Hexe war. Dazu noch sehr gemein.
Sie vergiftete im ganzen Wald – das Wasser. Ach, oh nein.

Kein Bach, kein Brunnen, keine Quell war fortan mehr rein und klar.
Wer nunmehr von dem Wasser trank, war hernach nicht mehr da.

Das Schwesterchen hat es geahnt. Es spürte die Gefahr.

Komm Brüderchen, bitte trink nicht. Du wirst zu einem Tier.
Ich weiß es, bitte Brüderchen, komm mit mir weg von hier.

Dreimal gelang's dem Schwesterchen, den Bruder abzuhalten.
Beim nächsten Wasser, ach ohweh, trank er von ihm, dem kalten.

Sofort begann sein Körperchen sich still umzugestalten.

Aus Brüderchen wurde ein Reh. Ein Rehkitz, welches weinte.
Das Schwesterchen, es weinte auch. Das Weinen sie vereinte.

Die Stiefmutter, die Hex, das Aas, sah alles dies genau.
Und freute sich. Denn wie gesagt, sie war 'ne böse Frau.

Als alles dies geschah, da war der Tag aschgrau.

Mit seinem Bruder nun als Kitz, fand Schwesterchen ein Haus.
Nah genug dran – konnte sie sehen, es sah verlassen aus.

Kitzchen du, mein Brüderchen, lass uns hier erst mal bleiben.
Und tags darauf, gleich in der Früh, tat Schwester Frucht auftreiben.

Für Rehkitzbruder tat sie nun - alles zu Brei verreiben.

Nach einer Zeit, so ist's geschehen, ein König lud zur Jagd.
Auf hohem Ross hatte er sich tief in den Wald gewagt.

Dort traf er auf das Schwesterchen und auf das kleine Reh.
Was Schwesterchen ihm nun erzählte, tat ihm im Herzen weh.

Werd' meine Frau sprach er zu ihr. Dem Rehkitz gab er Klee.

Fortan im Schlosse lebten sie. Zu dritt, glücklich und frei.
Doch Unheil bahnte sich nun an. Oh weh, oh weih oh weih.

Die Hex' hörte von ihrem Glück. Sie konnt es gar nicht fassen.
Zerstören wollte sie ihr Glück. So sehr tat sie sie hassen.

Voll Zorn schlich sie zum Schloss hinein. Mit einem Plan, 'nen krassen.

Zweiter Teil folgt.

©Uwe Dee/2012

 


 

Die Ewig Gestrigen

Vor allem im Netz von FB


Es klingelte an meiner Tür.
Ein Herr, er wollte was von mir.
Ob ich mich denn verfacen würde
Mit ihm. Es wär' ihm eine Ehre.

So sagte mir ein roter Balken -
links oben - Du hast was zu verwalten.

Spontan klickt' ich auf Bitte gern!
Um dann zu seh'n - Ich tat mich irr'n.
Als ich auf seine Startseit' sah
Da wurde mir schlagartig klar;

Ein Herr, er steht in brauner Ecke.
Die ich nicht mag. Nicht ums verrecken.

Ich löschte wieder das verfacen.
Und denke mir, das war's gewesen.
Und für die Zukunft sei gesagt:
Es erklär' sich, wer mich anfragt.

Und für die braune alte Zeit
Halt' ich für niemand Platz bereit.

©Uwe Dee/2012

 


 

Bleib Heute, bleib!

 
Bleib Heute

Bleib einfach da, bleib einfach hier,
bleib einfach alle Zeit bei mir!
Bleib da, genieß` mit mir die Nacht
Bleib, weil uns die Liebe lacht.

Geh nicht einfach fort von hier! Nicht gerade jetzt von mir!
Bleib heut Nacht, genieß` die Zeit, für eine kleine Ewigkeit.

Bleib nah` bei mir, in meinem Arm!
Bleib nah` bei mir, ich halt dich warm.
Bleib nah` bei mir, komm ganz dicht ran!
Bleib, damit ich dich auch spüren kann.

Ich greife für dich in die Sterne, ich hole sie dir aus der Ferne!
Lass` dich becircen – sei bereit! Für eine kleine Ewigkeit.

Bleib, lass` uns zwei gemeinsam gehen!
Bleib! Lass` uns nach der Liebe sehen.
Bleib und glaub` mir, hab vertrauen!
Bleib, lass uns ein Luftschloss bauen.

Geh` nicht einfach fort von hier! Nicht gerade jetzt von mir!
Bleib, genieß` mit mir die Zweisamkeit, für eine kleine Ewigkeit.

Bleib einfach da, bleib einfach hier,
bleib einfach alle Zeit bei mir!
Bleib da, genieß` mit mir die Nacht
Bleib, weil uns die Liebe lacht.

Bleib` Heute

©Uwe Dee/2009

 


 

Blauer Vollmond


Der Blaue Vollmond ist der Zweite.
Der erstere, suchte das Weite.

Weit vorher schon stand er bei Nacht
am Himmelszelt und hat gelacht.

Hat sich gedacht; Bin nicht mehr da,
wenn er kommt, der andre Narr!

Doch als der zweite Mond nun kam,
den Platz für sich in Anspruch nahm,

konnte der Erste nicht mehr seh'n,
wie schien der zweite doch so schön.

©Uwe Dee/2010

 


 

Bim Bam Bum

Bim Bam Bum
Das Jahr ist um.
Na, ein paar Wochen hat es noch.
Wahrscheinlich wird's ein Winterloch.

Das Sommerloch, das kenn' wir ja.
Es war auch dies Jahr wieder da.
Davor das Frühjahrsloch.
Wer weiß es noch?

Bim Bam Bum
Das Jahr ist um.
Es regnete in einem Stück.
Vielleicht für die Natur zum Glück.

Doch für uns Menschen nicht. Oh nein!
Wir vermissten Sonnenschein.
Und in lauer Nacht
hatten wir oft dann gedacht:

"Bim Bam Bum
Das Jahr geht um.
Geht um wie der Klabautermann.
Auf einem Schiff so ab und an.

Erschrickt das Personal an Bord.
Und ist dann auch schon wieder fort."
So war bisher auch dieses Jahr.
Gefühlt ganz einfach nicht mehr da.

Bim Bam Bum
Ein Jahr geht um.
Im Gepäck steckt nun der Herbst.
Frühjahr, Sommer - ausgemerzt.

Doch jene sind im nächsten Jahr
vielleicht uns wieder nah.
Und bringen Licht und Glanz.
Noch glaub ich es nicht ganz.

Bim Bam Bum

©Uwe Dee/2011

 


 

Mitte August

 

Der April macht was er will!
So kenn' ich es, so sagt man doch.
Nur - warum ist es jetzt so kühl?
Ist das jetzt hier das Sommerloch?

Mitte August und bitter kalt.
Wo soll denn das nur Enden?
Der Herbst - mit Brachialgewalt,
will er die Zeit schon wenden!

"Lieber Herbst! Es mag ja sein,
du bist ein stürmischer Gesell.
Doch halt' in deinem Treiben ein!
Du bist zu früh und bist zu schnell.

Lass' uns noch ein paar Tage Sommer.
Lass' uns den Sonnenschein noch spüren.
Nimm fort von uns Wind, Regen, Donner.
Es reicht. Noch wollen wir nicht frieren"

©Uwe Dee/2010

 


 

Bald...

vom Sommer und Dir!

 

Bald wird es Sommer,
verloren aller Kummer!
Er kommt schon auf uns zu.
Dann wird es wärmer,
Es blöken die Lämmer!
Ich suche dich, nur - wo bist du?

Höre mal Sternchen,
Ich habe dich gernchen!
Ich mag dich wirklich, wirklich sehr.
Siehst du die Sonne?
Sie strahlt voller Wonne!
Sie wärmt dir dein Herz, Und viel mehr.

Oh wie schön!
Ich kann die Sonne seh'n!
Ich möchte jetzt zu dir geh'n
Und dich in meine Arme neh'm.

Weißt du nicht?
Du bist mein Sonnenlicht!
Wenn auch die Welt zerbricht,
schenkst du mir klare Sicht.

Bald wird es Sommer,
verloren aller Kummer!
Er kommt schon auf uns zu.
Dann wird es wärmer,
Es blöken die Lämmer!
Ich suche dich, nur - wo bist du?

Höre mal Sternchen,
Ich habe dich gernchen!
Ich mag dich wirklich, wirklich sehr.
Siehst du die Sonne?
Sie strahlt voller Wonne!
Sie wärmt dir dein Herz, Und viel mehr.

©Uwe Dee/2010

 


Vom Einfügen des ABC

aus der Uni

 

Mit A fing's an, lustig und heiter
Bis zum Z - gehts immer weiter.

Wir sind bei B jetzt, diese Tage
Es dauert halt, gar keine Frage!
Demnächst, da sind wir dann bei C
Und dann bei D und D und D
Und - nee, da hängt im Alphabet
Das D! - Wie's weitergeht?
Na, nach dem D komm' E, F und H
Und I, das ist doch sonnenklar
Das J, es schließt sich hinten an
Und K ist ebenso dann dran!
Es folgen L, M, N, und O
Und auch das P ist dann sehr froh
Wenn's endlich an der Reihe ist
Q, R, S, T, U - das ist kein Mist
schließen sich dem P dann an
Und dann? Und dann? Und dann? Und dann?
Dann geht es mit dem V wohl weiter.
Das W es folgt dem V sehr heiter
XY und Z zum Schluße!
Bis dahin meine besten Grüße!

© Uwe Dee/2014

 


 

Tango in der Badewanne

 

Nun bin ich aber doch geplättet.
Hab' mich so durch die Nacht gebettet
Und in den neuen Tag gerettet -

Um festzustell'n, es ist so warm
Wie's Gestern war, na dann!

Das kann ja lustig werden Leut'
Wenn's wieder heiß den Tag wird heut'
Und frischer Wind fehlt weit und breit -

Leut', dann geht’s nur nackerisch...
Doch nicht zum Mittag an den Tisch...

Denn wo gespeist und auch gegessen
Kleide man sich doch angemessen
Entspricht's auch nicht den Interessen -

 

Un der Gewohnheit vieler, - da
Sie leben nur für FKK

Nun ja, sie sollen schalten, walten
Wie sie für angemessen halten.
Ich unterdess, ich mach anstalten -

 

Mich anders vor der Hitz' zu schützen.
Ich mag es nicht, wenn ich muss schwitzen.

Riech ich den Schweiß so mancher Leute
Dann ist es mir, als wenn mir dreute;
Noch nie geduscht hat diese Meute!

Ach, was wollt' ich ursprünglich sagen?
Ach ja, ich wollt' euch eines fragen;

Wie seid ihr durch die Nacht gekommen?
Seid ihr auch wie ich benommen -
Im Hier und jetzt - etwas verschwommen?

Auch dieser Tag vorüber geht.
Ich spür, das sich ein Lufthauch regt

Und Kühle bringen wird zur Nacht.
Bis dahin halt' ich durch bedacht
Auch, wenn es nächtlich Blitzt und Kracht.

Euch, ob nackisch oder nicht

 

Wünsche ich viel Sonnenlicht...

Und Freude, Frohsinn, und bleibt Heiter!
Macht einfach so wie immer weiter!
Erstürmt die Wasserrutschenleiter

Mögt ihr wie ich im Bade sein...
Ich grüße fröhlich Groß und Klein!
©UweDee/2014

 


 

Bum, Bum, Bum, Bum ...

 

1
“Bum, Bum, Bum, Bum ...
Hörst du das auch?
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Es summt im Bauch!
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Gefühle drehen sich im Kreis.
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Macht es in mir.
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Ich sage Dir;
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Nun etwas, was ich sicher weiß.

Ich liebe Dich, das spüre ich! Mein Verlangen nach Dir sich bricht ...
Laut einen Weg - Zu Dir, aus meinem Herzen raus.
Schaue ich in Dein Angesicht Dann sehe ich Liebe und Licht ...
Der Schmetterling in mir, der hält es nicht mehr aus.”

2
“Bum, Bum, Bum, Bum ...
Ich hör es auch!
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Das Summ’ im Bauch.
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Dein Gefühl - es dreht sich im Kreis.
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Macht es bei Dir!
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Es klingt zu mir.
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Klingt es herüber, und nicht leis’.

Ich lieb’ Dich auch, das spüre ich! Mein Verlangen nach Dir sich bricht ...
Auch einen Weg - Zu Dir, aus meinem Herzen raus.
Schaust Du mir in mein Angesicht Dann seh’ ich Liebe, ja und Licht ...
Dein Schmetterling, er will zu mir, lass’ ihn hinaus.”

1.2
“Bum, Bum, Bum, Bum ...
Bum, Bum, Bum, Bum
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Bum, Bum, Bum, Bum
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Bum, Bum, Bum, Bum
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Bum, Bum, Bum, Bum
Bum, Bum, Bum, Bum ...
Unsere Schmetterlinge fliegen wild herum.”

© Uwe Dee/2016

 


 

1. Advent

 

Ein Jahr ist um
Die Trommel schlägt bum bum.
Wo ist es hin
Das Jahr? Nun ist es rum!
Vor uns liegt nun
Die kalte Jahreszeit!
Doch hält sie schönes auch für uns bereit.

Es brennt ein Licht
Wer weiß es denn noch nicht?
Schon bald in Sicht
Wenn's aus dem Röslein spricht;
„Liegt erst der Schnee
Dann kommt auf ihm heran
Zu uns in alle Welt der Weihnachtsmann“.

Für jedes Kind
Ein Geschenklein geschwind.
Und auch bestimmt
Die Mama etwas find
Unter dem Baum
Der bald in jedem Haus
Geschmückt dann steht – ein wahrer Augenschmaus.

Und der Papa
Bringt an das Lametta.
Vom letzten Jahr
Denn etwas ist noch da.
Und auch für ihn
Liegt unterm Weihnachtsbaum
Was er sich wünschte, nachts, in einem Traum.

Es funkelt bald
In jedem Tannenwald.
Auch wenn es kalt
Ist – hört man wie es schallt;
„Es kommt ein Kind
Zu euch in eure Welt
Es wird den führ'n, der sich zu ihm gesellt.

Ein Jahr ist um
Die Trommel schlägt bum bum.
Wo ist es hin
Das Jahr? Nun ist es rum!
Vor uns liegt nun
Die kalte Jahreszeit!
Doch hält sie schönes auch für uns bereit.

©Uwe Dee/2013

 


 

Mister Adebar!


Schon seit vielen hundert Jahren,
ist es Menschen widerfahren.
Adebar hat sie besucht.
Die Armen, und auch, die betucht.

Und er kam nie alleine. Nein!
Bei sich stets ein Dingelein.
Oder auch zwei, oder auch drei!
Manchmal auch vier. Egal, einerlei!

Adebar, so wunderbar,
kommt immer wieder, wieder ma’
und lässt zurück ein Dingens da!
So ist halt Mister Adebar.

Die Dingens da, sind noch recht klein.
Sie wollen wohl behütet sein.
Drum packt Adebar sie ein,
in ein Tüchlein, ach wie fein.

Und schwups, das Dingens vor die Tür,
noch schnell geschellt, und ab mit mir;
So denkt sich Mister Adebar,
schwirrt ab und ist schon nicht mehr da.

Nun hat es an der Tür geschellt;
wer um alles in der Welt
will zu mir um diese Zeit?
Denkst du noch, doch draußen schreit;

Vor der Türe dieses Ding
Und dir ist als wenn es klingt;
Hab mich lieb und nimm mich rein!
Fortan will ich dein Kindlein sein.

©Uwe Dee/2009

 


 

Außen- und Innen

 

Äußerlich kommen wir klar.
Innerlich nicht ganz.
Nicht wahr?

Äußerlich, da sind wir schön.
Innerlich - lässt sich's
nicht sehen.

Äußerlich fühl'n wir uns gut.
Innerlich - oft
ohne Mut.

Äußerlich, da sind wir stark.
Innerlich wohl
eher zart.

Äußerlich - wirken wir cool.
Innerlich ein
Sündenpfuhl.

Nach Außen hin wirkt alles fein.
Nach Innen hin -
nein, nein, nein.

©Uwe Dee/2010

 


 

Schluß

 

Ich hab geschrieben und getan
An Euch ihr Lieben mit Elan.
Gedichte, Verse und Gedanken.

Ich hoffe, es hat Euch gefallen.

Nun sind Mauern hier am wanken
Weisen mich in meine Schranken.
Sie legen mir das Ende nah.

D'rum sage ich jetzt zu Euch allen;

Bin ich auch einmal nicht mehr da!
Dann wär' es wirklich Wunderbar
Wenn Ihr beglückt und heiter bleibt.

Schlagt an jetzt mir auf den Handballen.

Wenn ihr für mich weiter schreibt.
Wenn Ihr – was das Leben treibt
Weiter erzählt. Auch mit Humor.

Das täte mir wirklich gefallen.

Nun sage ich – der Schelm, der Tor
Dem Ende nahe – kurz davor.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Schluß, aus – Gut' Nacht.

©Uwe Dee/2012

 


 

Aufschrei


Keine Lust und keine Kraft
Der Tag geht leer an mir vorbei.
Du hast mich einst dahingerafft.
Ersticktest in mir - den Aufschrei.

Das war vor langer, langer Zeit.
Gefühlt - ein ganzes Leben.
Ausgebreitet - Bleich und weit,
Verloren mein Bestreben.

Zu blühen, wachsen, zu gedeihen!
Wie es einem Kind gebührt.
Nein, ich kann es nicht verzeihen.
Du hast mir die Luft abgeschnürt.

Nun kämpfe ich ein Leben lang,
Tag für Tag und Tag - auf's neue.
Meine Fresse - warst du krank!
Niemals auch zeigtest du Reue.

Noch kämpfe ich, noch bin ich da.
Weiß nur nicht, für wie lange.
Was du tatest, sehr grausam war.
Selbst heut' noch - ist mir bange.

D'rum lass mich jetzt, geh von mir Geist.
Kann dich nicht mehr ertragen.
Das - wie du wohl sicher weißt,
wollte ich dir schon immer sagen.

So geh und lass mich endlich frei.
Verschwinde Du - aus meinem Leben.
Es gibt da andre - die sich freu'n.
Denen will ich noch viel geben.
________________________

Darum zieh ab, zieh Leine jetzt!
Du hast mich lang genug gehetzt.

©Uwe Dee/2013

 


 

Schwankende Planken

Die Wogen schwanken auf und nieder
Die Wellen klatschen auf ein Deck.
Genauso kehrt auch immer wieder
Ins Hirn zurück – Gedankendreck....

Und dieser ist - wie jeder weiß
Oftmals wirklich der größte Scheiß.

Monoton - das Meeresrauschen
Möwen kreischen in der Höh'
Gedanken, die in Endlosschlaufen
Nicht lösbar sind. Und sie tun weh.

Und dieses Weh, der große Schmerz
Schnürt ab, die Blutzufuhr zum Herz.

Die Wellen brechen auf den Planken
Eines Schiffes – jeden Tag...
So, wie diese – ach so kranken
Gedankenzüge. Was sehr plagt!

Das Hirn verfällt in Agonie....
Wie Müll - in einer Deponie.
_________________

Starke Winde auf den Meeren
Reinigen so manches Deck.
Stürme, die im Kopf sich mehren....
Wehen fort auch manchen Dreck.

Und dieses ist, wie jeder weiß
Ein Glücksmoment, und nicht ein Scheiß.

Kunterbunt und farblich schön
Zuversichtlich die Gedanken.
Wie Möwen, die am Himmel stehen...
Hinab schauend auf die Schiffsplanken.

Das Blut pulsiert, es schlägt das Herz
Befreit der Kopf, vorbei der Schmerz.

Das Hirn übt sich in Poesie
Es mag nun nicht mehr Schlafen.
Ein Schiff; vielleicht „MS Marie“
Fährt nach dem Sturm – gen Hafen.

Während es dort vor Anker liegt
Das Hirn sich nun in Freiheit sieht.

©Uwe Dee/2013

 


 

Die Aschenputteldeern

 

Aschenputtel, arme Deern
Schwestern hatten sie nicht gern.
Nur ein Prinz er kam geritten,
auf einem Pferd, und tat sie bitten.
mit ihm auf den Ball zu gehen.
Denn sie sei so wunderschön.

Tauben brachten ihr aus Glas
Schuhe - na, das war doch was.
Die Schwestern waren Neid vor Grün,
konnten die Welt nicht mehr verstehen.
Sie gingen selbst auf diesen Ball.
Es war geplant und nicht Zufall.

Eine von Ihnen trug die Schuh!
Doch sie blutete - Ruckidiku.
War der Schuh ihr doch zu klein.
Trotzdem zwängte sie sich hinein.
Irgend was ist hier nicht richtig.
Macht ja nix, ist auch nicht wichtig.

Wichtig ist, und nur das Zählt,
Es rächt sich, wenn man andre quält.
Keine Tat bleibt ungesühnt.
Anstand - Aufrichtigkeit gewinnt.
Warum mir das jetzt fiel grad ein?
Ich weiß es nicht, muss auch nicht sein.

©Uwe Dee/2009

 


 

Nachtschicht

 

Es ist jetzt Nacht, doch wo bin ich?
Ich sitz' am Rechner, schlafe nicht
Und während ich nun sitze hier;
da denkt mein Hirn sich, und ich mir:

"Nun, wo ich schon mal wach und auf bin,
da schad' es nicht, wenn ich gut drauf bin."

Noch während dessen kommen Bedenken.
Mein Hirn fängt an sich zu verrenken.

"Es wäre besser jetzt bei Nacht,
Uwe, hätt'st du das Licht nicht angemacht.
Dann könnten wir zwei vielleicht noch schlafen.
Doch du stehst auf, und ich soll schaffen."

So spricht mein Hirn zu mir im Stillen.
Ich denke schon, um Gottes Willen;

"Mit Absicht tat ich dich nicht wecken.
Was sollt' ich damit denn bezwecken?"

Im Zwiegespräch nun her und hin.
Zu Streiten jetzt, macht keinen Sinn.
Mein Hirn und ich, wir sind jetzt wach;
Das Hirn zumindest. Ich bin schwach.

"Du leihst mir deine Finger aus,
du alter Freund, du altes Haus!

Und tippst mir ein, was ich bedenke.
Auch wenn nach links und rechts ich schwenke."

Und so geschieht, das ich bei Nacht
oft schreibe das, was ich mir sag.
Mein Hirn ist Ich, ich bin mein Hirn.
Ich weiß, das kann schon sehr verwirren.

Doch ist das ein mal klar gestellt;
Es zählt allein auf dieser Welt.


Einheit von Körper, Seele, Geist.
Erkenntnis folgt von allein dann meist.

So danke ich jetzt meinem Bregen.
Empfind' ich ihn doch auch als Segen;
der inspiriert - und mich befreit,
von aller Last aus alter Zeit.

©Uwe Dee/2010

 


 

Winter im April

Bin noch immer ganz benommen.
Sah den Frühling ich doch kommen!
Doch nun - wohin ist er gegangen?
G'rad hat's zu regnen angefangen.

Graue Wolken dicht an dicht.
Nirgendwo ein bisschen Licht,
welches uns die Sonne schickt.
Duster ist's - ich bin geknickt.

Regentropfen prasseln nieder!
Verstummt sind nun der Vögel Lieder.
Dafür tost das Donnergrollen.
Es scheint - das Frühjahr ist verschollen.

Ich bin durchnässt bis auf die Haut.
Heut' morgen noch hat' ich geglaubt;
dass dies ein schöner Tag heut' werde.
Doch hatte ich geirrt mich - merde!

Schon friere ich und Gänsehaut...
breitet sich aus. Recht leis', nicht laut.
Langsam fange ich an zu bibbern.
Ein Wind, er lässt die Espen zittern.

Und aus dem Wind da wird ein Sturm.
Mit ihm schwankt nun manch hoher Turm.
Die Regentropfen frieren ein.
Nun hagelt es, das ist gemein.

Aus dem Hagel wird nun Schnee.
Ich schreie auf: "Oh weh, oh jeh
Der Winter - seht, er ist zurück!"
Der Frühling hat sich nun verdrückt.

So gehe zurück ich in mein Haus.
Ziehe die nassen Klamotten aus,
und schlüpfe schnell in warme Kluft.
Teeduft mich in die Küche ruft.

Komm setz' dich her, genieße mich!
Ich wärme Dich von Innerlich.
Und schließt die Augen Du sodann;
dein Kopfkino beginnen kann.

Es wärmt dein Anlitz - sieh mal an,
ein Sonnenstrahl, so gut er kann.
Den Frühling hat im Schlepptau er.
Und sicherlich noch viel, viel mehr.
©Uwe Dee/2010


 

Ansicht
Während die einen gern verreisen,
sind es and're, die verwaisen.
Und auch die, die am vergreisen;
Und natürlich die ganz leisen.
Leute sind es, die alleine.
Ob in Münster oder Rheine;
Da sie haben ´nen Freund - keinen,
sind sie still und leis' am weinen.
Gern' würden sie auf Reisen gehen.
Gerne auch unter Menschen stehen.
Aus Angst jedoch, ein Sturm könnt' wehen;
Gehen sie nicht. Sie sind am drehen.
Sie drehen ab, sie stehen am Kliff.
Die Furcht, die hat sie fest im Griff.
Es könnte untergehen ihr Schiff.
Zerschellen wo - an einem Riff.
D'rum gehen sie nie nach draußen. Nein.
Es könnte dort die Hölle sein,
die sie umhüllt, arg und gemein.
Sie zu durchqueren, fällt nicht ein.
Wie kann man nun denn die erreichen?
Die ständig am Rande schleichen,
und kommt dann wer, sind sie am weichen.
Wer gibt ´nen Wink und setzt ein Zeichen?
Eines, das alle Welt versteht.
Welches da sagt: Hallo hier! Seht!
Für Freundschaft ist es nie zu spät,
solang' man sich aufeinander zu bewegt.
Egal ob alt, ob jung, ob krank.
Freundschaft hält ein Leben lang.
Niemand braucht haben Angst und Bang'
Wer bis hier las, dem sag' ich Dank'!

©Uwe Dee/2010

 


 

Ellenbögen

Wenn Ellbogen sich Platz verschaffen!
Die Menschen sind nur noch am raffen!
Wenn jeder nur an sich noch denkt,
Wer ist es, der dann das Schiff noch lenkt?

Das Schiff, auf dem wir alle sind.
Ein jedes Tier, ein jedes Kind!
Und jeder Mensch, wie er auch sei;
fährt auf ihm mit und ist dabei.

Nur...

Wohin wird die Reise gehen,
wenn wir aufhör'n zu verstehen?
Wenn wir Not nicht mehr erkennen,
weil wir nur noch sind am rennen,

Dem schnöden Mammon hinterher.
Und Niemand interessiert sich mehr,
für das Schicksal seines Nächsten.
Steht es für uns dann zum Besten?

Ist...

Es nicht so, das eher dann
Wir alle steh'n vorm Größenwahn?
Ist es nicht so, das kollabiert,
der schöne Stern, weil wir gegiert?

Und Mutter Erde ganz vergaßen?
Weil anfingen wir uns zu hassen?
Doch noch, noch ist es nicht zu spät.
Denn noch die Welt sich weiter dreht.

Und...

Sind wir alle nur ein Stück
bereit, zu schenken etwas Glück:
dem, der es g'rad nötig hat,
Wenn, machen wir auch jene satt

Die hungern jetzt und frier'n und leiden,
wenn wir uns nicht am Elend weiden
anderer Menschen und der Tiere,
dann geht es weiter. Ja, ich spüre...
______

Mutter Erde mahnt uns nun,
das wir ab jetzt das rechte tun.
Und tun wir das - und schaden keinem,
wird uns noch lang' die Sonne scheinen.

©Uwe Dee/2010

 


 

Alz heim er war, da dachte er:


Ich frage mich, was ist denn bloß?
Mit mir ist wirklich nichts mehr los.
Es fall'n mir Worte nicht mehr ein
Die noch Gestern klar und rein.

In meinem Hirne abrufbar.
Heute sind sie nicht mehr da.

Einfach fort, verwischt und weg.
Und da hat es wenig Zweck
Sie zu suchen, wo auch immer.
Suche macht es nur noch schlimmer.

Selbst Worte sind es, noch so klein
Sie fall'n mir einfach nicht mehr ein.

Worte wie Liebe und auch Güte
Sind nicht mehr in Hirnesmitte.
Sie sind an den Rand gerückt.
Und das macht es sehr verzwickt.

Etwas zu sagen mit Gefühl!
Wie, wenn einem die Worte fehlen?

Es gibt ein Wort. "Rücksicht" genannt.
Das ist mir nun nicht mehr bekannt.
Ich weiß nicht mehr um seinen Sinn.
Versteh es nicht, und das ist schlimm.

Rück, rück, rück - nun, was auch immer.
Scheiß Gefühl und stiller Kummer!

Es kommt der Tag, da starre ich
Auf ein Papier und weiß dann nicht
Was ich mit dem Papier dann soll.
Egal, ob leergeschrieben - oder voll.

Sätze geschrieben - und verdreht.
Nichts mehr sinnvoll in Reihe steht.

Wortfragmente hier und da
Und es wird schlimmer Jahr für Jahr.
Weshalb ich übe mit Gedichten
Das was ich weiß - nochmal zu sichten.

Und fällt mir dann was Kluges ein
Dann will daran ich mich erfreu'n.

Und teilhaben lassen Euch.
Wenn mein Geschwätz auch dummes Zeug.
Es hilft in manchen dunklen Tagen
Nicht an sich selber zu verzagen.

D'rum seid gegrüßt ihr lieben Leut'
Gestern, morgen, und grad Heut'.

©Uwe Dee/2013

 


 

Erschreckende Altersarmut

 

Altersarmut seh' ich kommen!
Erschrocken bin ich - und benommen!
So soll es also dann auf Erden
nach Schaffensjahren Düster werden,
weil Rentenkassen ausgeplündert -
und niemand da, der es verhindert.

Ihr Rentner ihr - und alle die
die's werden irgendwann und wie...
Seid nicht verzagt und rückt zusammen.
Zeigt ihnen, was man machen kann!
Und dreht ihnen wo's geht 'ne Nase!
Denn es ist nur 'ne große Blase -

Die jetzt zur Zeit die Welt regiert.
und ungeniert nach Eurem giert.
Eurem Geld und eurem Haben.
Lasst mich Schlussendlich eines sagen;
Nehmt eure Enkel an die Hand
und steht zusamm' in diesem Land

©Uwe D./2010

 


 

Mauern bauen

 

Kennst du das? So ganz allein,
glaubst du auf dieser Welt zu sein?
Verlassen von allen, die dich einst kannten,
ehe sie alle davon einfach rannten?

Oder kommt es dir nur so vor?
Bist nicht doch - du selbst der Tor?
Der da glaubt allein zu sein.
Ohne Licht und Sonnenschein!

Dein Gemüt es macht dich wirre!
Innerlich bist du schon irre?
Aufgewühlt, fühlst dich verlassen?
Fängst langsam an dich selbst zu hassen?

Dann schau mich an, sieh einfach her!
Nimm das Leben nicht so schwer!
Sag dir dann, wenn du mich siehst,
von mir wirst du ganz lieb gegrüßt.

Das was du siehst, ist manchmal Grau.
Erscheint dir wie ein Mauerbau?
Der Mauerbau ist, sieh mal da,
dir innerlich zum Greifen nah!

Drum höre auf - und reiße ein.
Lass das Mauerbauen sein.
Denn baust du weiter - irgendwann;
Dich niemand dann mehr sehen kann.

Bist dann allein du, wirklich wahr.
Um dich her - niemand mehr da!
Eingekerkert wirst du sein!
Und absolut, wirklich allein.

So nehme an, ich reiche dir,
meine Hand und glaube mir!
Vertraue mir und du wirst sehen,
das Leben ist unendlich schön.

©Uwe Dee/2009

 


 

Ali - und die Braut

 

Lang' ist es her, ja, schon...
es ritt einst ein Nomadensohn
durch das Land der Tausend Sinne
Hielt im Galopp dann einfach inne.

Sah - vor sich eine Sklavin stehen.
Ach, was war sie jung und schön.
Befreite sie aus ihren Zwängen,
sie tat sich dankbar an ihn hängen.

Gemeinsam nun, ritten sie fort,
bis sie kamen an einen Ort,
wo 40 Räuber sich versteckten.
Missetaten sie ausheckten.

"In einem Berg die ganze Beute,
gut versteckt, sogar noch Heute,
wird gesucht nach diesem Schatz.
Doch nichts gefunden, keiner hat`s!"

Weil Alibaba - schlau und weise
sich bereichert hatte leise.
Er hörte wie die Räuber baten;
Öffne dich, so lang wir warten.

Es öffnete sich des Berges Tor,
nachdem ein Räuber stand davor.
Laut rief er Sesam öffne Dich!
Und Alibaba sicherlich...

Er tat es hören, war gekommen
Hat sich dann all das Gold genommen
Als die Räuber waren aus.
Als sie nicht waren Zuhaus.

Mit dem Gold und seiner Braut
Hat er im Land sich umgeschaut.
Bewohnte fortan ein Königshaus.
Glückselig, und in Saus und Braus.

©Uwe D./2009

 


 

Die Alte Nachtigall

 

Wat den een sin Uhl, is den annern sin Nachtigall!

Ein altes Sprichwort, wie das oben;
Manches mal, echt - ungelogen -
fühlen sich Menschen aufgerufen,
ständig neu es zu versuchen -
ihren Nachbarn zu diktieren,
wer im Hause darf regieren.

Um dann voller Tatendrang,
völlig egal, ob jemand Krank,
oder auch Alt und schon betagt;
er dann zu genau diesen sagt:
Du hast nur zu parieren,
denen, die regieren.

Und jede Waffe wird genutzt,
wer aufmüpft wird zurecht gestutzt.
Es muss sich doch sein Lebenswille -
nehmen lassen, leis' und stille.
Oder auch mit viel Getöse.
Manch regierende sind böse.

Andere Gleichgültig sind.
Dumm, naiv, wie manch ein Kind.
Sie wagen nicht nach vorn zu schauen.
Noch weniger tun sie sich trauen;
Die Schwachen - und die Minderheit,
in Schutz zu nehm' für alle Zeit.

Sie lassen zu, oft sehr perfide,
dass manch einer sehr rigide
einen andern quält und tritzt.
Sie schauen weg und sehr verschmitzt,
tun sie als könnten sie nicht sehen,
was vor ihrer Augen geschehen.

Sie nutzen auch sehr gerne aus,
wenn Streit und Hass in einem Haus.
Wenn Mieter sich nicht leiden können.
Denn dann können sie beginnen;
Mahnungen an den zu schicken,
der da hat den schwächsten Rücken.

Mitbewohner schauen weg.
Sie woll'n nicht sehen all den Dreck,
den da hat wer aufgewühlt.
Nein, weg damit und fort gespült.
Immer schön stur und nach dem Motto:
"Was schert mich denn mein Nachbar Otto"

Und ganz perfide, jetzt wird's heiß;
schon machen sie den gleichen Scheiß,
und schließen sich dem Narren an,
der mit all dem Schmutz begann.
Einfacher ist es mit zu treten.
Als sich das Unrecht zu verbeten.

Gott, was sind wir Menschen dumm,
das wir stets das gleiche tun,
Wir kriechen lieber mit dem Strom,
aus Angst vor lauter Spott und Hohn!
Und zementieren durch unser Handeln,
das sich niemals wird was wandeln.

Und doch, es ist nun an der Zeit.
Wandel hin zu Fried- und Freud.
Lasst uns schau'n, wie's andern geht.
Lasst uns schau'n, wie's um sie steht.
Denen die Rote Karte zeigen,
die regieren und doch schweigen.

Lasst uns zu einander stehen.
Lasset die Herrschenden sehen;
Mit uns nicht mehr, wir schau'n nicht weg.
Behaltet euren Schmutz und Dreck!
Und diesen Störenfried von droben;
Nehmt ihn mit euch, ihr da oben.

© Uwe Dee/2010

 


 

Stolze Schwingen
Adler – großes stolzes Tier
Sag mir doch, was schenkst du mir?
Erzähle mir aus deinem Leben!
Lass dir von mir Nahrung geben.
Lass uns für immer Freunde sein.
Adler du, das wäre fein.

„Ich fliege über Täler, Berge
Für mich sind Menschen kleine Zwerge,
die ich sehe, wenn ich fliege.
Sie suchen ständig nach der Liebe.
Ich sehe ihre Qual und Not.
Ein Leben lang bis hin zum Tod.

Mein Freund, auch sehe ich Glück.
Und immer dann bin ich entzückt.
Seh' ich, wie Menschen alles geben;
Schaffen und tun – ihr ganzes Leben.
Und Sie ohne zu verzagen
Täglich neue Dinge wagen.

Sie fühl'n sich frei. Frei wie ich bin.
Und ja, das ist der Lebenssinn
Der allen uns zur Seit' gestellt
Von Geburt an, auf dieser Welt.
Trau dich – ein Stück wie ich zu sein.
Frei, und dennoch nicht allein.“

Adler du – ich frage mich
Warum, weshalb, wieso auch nicht?
Gern möchte ich es mal probieren.
Neues wagen - und riskieren
Und doch dabei ganz menschlich bleiben.
Ich danke Dir. Ich mag dich leiden.

© Uwe Dee/2012


 

Achtung Durchsage!

 

Da schwebe ich und drehe mich

Im All um uns're liebe Sonne!
Ich fürchte mich ganz fürchterlich
Vorm Knall, der da mal komme.

Er kommt, ich weiß es, Menschen seht:
Ihr beutet mich nur aus.
Und ich weiß auch, ist es zu spät
Dann bricht zusamm' das Kartenhaus.

Nur weiß ich noch nicht wann das ist.
Was bleibt denn noch für Zeit?
Gefühlt für mich Totaler Mist.
Bald habt ihr mich soweit.

Mein Wasser trüb, die Luft verstaubt
Manipuliert das Leben.
Auch wenn ihr mir sehr viel zutraut
Ich kann es Euch nicht geben.

Ihr pisackt und durchlöchert mich
Bohrt tief in mich hinein.
Hört ihr nie zu? Hört ihr mich nicht?
Ich könnte lauthals schrei'n.

Mein Öl pump ihr aus mir heraus.
Und Ihr verdreckt die Meere.
Und ihr macht Plastikmüll daraus.
Für eure Straßen Teere!

Ihr pflastert mich mit Städten zu.
Das atmen fällt mir schwer.
Und ihr gebt einfach keine Ruh'
Wollt immer mehr und mehr.

Wolkenkratzer hier und da.
Ein jeder ist der Höchste.
Ich werd's schon tragen denkt ihr ja.
Noch höher wird der nächste.

Ihr kocht auf jedem Kontinent
Rücksichtslos eure Suppe.
Wer von euch sich dagegen stemmt
Den werft ihr von der Klippe!

Wisst ihr, ihr nehmt mir die Natur.
Ihr raubt mir alles Leben.
Ich steh' vorm Kollaps - kurz davor.
Ist's auch nicht mein Bestreben.

Die Fische fort, die Bienen tot
Auch Wälder gibts nicht mehr.
Ich stecke echt in großer Not
Ihr macht, als wenn nichts wär'.

Kein Wald auf Erden unberührt
Ihr habt ihn abgeholzt.
Weil unersättlich eure Gier!
Und darauf seid ihr Stolz.

Wenn ich mal nicht mehr atmen kann
Der Sauerstoff verbraucht
Dann seid ihr als nächste dran
Dann hat sich's ausgehaucht.

Ende der Durchsage!

©Uwe Dee/2014

 


 

Das Ende

 

Die Erde auf Abschiedstournee?

 
Es geht vorbei ein langes Jahr!
Es geht vorbei, was einmal war.
Es geht vorbei, was ewiglich
sich gedreht hat. Oder nicht?

Es bebt die Erde hier und da.
Es brennt, weil es sehr warm wo war.
Es löst sich auf festes Gestein.
Heiße Asche hüllt uns ein.

Es ziehen Stürme um uns her.
Es Zunami (t) immer mehr.
Es bestrahlt uns das Atom.
War es das schon?

Es erkranken Mensch und Tier.
Es werden täglich immer mehr.
Es lebe nur, was Kraft noch hat.
Alles andere schon matt.

Es verändern sich die Zeiten.
Es tun sich auf Naturgewalten.
Es bietet uns spektakulär -
die Welt ein Schauspiel bitte sehr.

Es ist ein letztes Mal vielleicht.
Es ist als hätte uns gereicht;
Die Natur uns ihre Hand zum Ende.
Kommt es jetzt zu einer Wende?

©Uwe Dee/2011

 


 

Abschied

 

Abschied ist nicht nur ein Wort.
Abschied setzt sich schleichend fort.
Abschied steht schon in der Tür,
wenn du sie öffnest. Glaube mir.

Abschied frisst die Seele auf.
Abschied nimmt alles in Kauf.
Abschied dirigiert dein Handeln.
Grad' wenn sich die Zeiten wandeln.

Abschied; Das Wort nur angedacht!
Abschied; Die Seele weint, der Körper lacht.
Abschied - vollzogen schon im Geist,
von Anfang an, gedanklich meist.

Abschied schleicht sich ein, ist da.
Abschied berührt, auch das ist wahr.
Abschied verschließt Herzen.
Hinterlässt Seelenschmerzen.

Abschied lauert hinter Ecken.
Abschied macht Gefühle wecken.
Abschied nehmen; Irgendwann
Ist jeder von uns einmal dran.

Abschied, dieses Wort schmeckt bitter,
Abschied - mal leis’, mal wie Gewitter.
Abschied, manchmal fällt er leicht,
wenn der Zeitpunkt ist erreicht.

© Uwe Dee/2009

 


 

Wildgänse

 

Die Gänse ziehen nach Süden nun.
Das heißt, es gibt jetzt was zu tun.
Denn Herbst und Winter stehen an.
Vor ihnen flieht der Gänseschwarm.

"He Gans! Du, da vorn, da oben!
Nehme mich doch bitte mit.
Lasse mich sein bei dir da d'roben!
Nur um dieses ich dich Bitt'."

Die Gänse schau'n verdattert runter.
Und dann fliegen sie recht munter;
Weiter. - Jedoch ohne mich.
Ehrlich, das versteh' ich nicht.

"He Gänse Ihr, bleibt bitte hier!
Macht Pause jetzt und kommt herbei.
Kommt einfach runter jetzt zu mir!
Was ist denn schon Schlimmes dabei?"

Die Gänse schnattern - schimpfen wohl.
Ich bin ihnen scheinbar egal.
Sie woll'n gen Süden in die Wärme.
Entschwinden tun sie in der Ferne.

"He Gänse Ihr, nun seit ihr fort.
Ich kann euch d'roben kaum erkennen.
Ich bleib' zurück, jetzt hier am Ort;
Gleich nun fange ich an zu flennen."

© Uwe Dee/2010

 


 

Hoffen und Bangen

 

Aber Du...Weißt Bescheid,

das ist schön.

Wer weiß – wohin die Liebe gegangen?
Wer nahm sie – denn so einfach gefangen?
Kann sie nicht seh’n, fort wohl für alle Zeit.
Das zu verstehen - bin ich nicht bereit.
Irgendwo, wird sie sein, ja ich weiß es.
Und darum - flüster ich dir ganz leis’ jetzt:
Schau hinein – in dein Herz und sieh’ ein;
Trennung kann es für uns doch nicht sein.

Komm doch Zurück!
Lass uns noch einmal von Vorn anfangen!
Lass uns gemeinsam nun erneut Hoffen und Bangen!
Lass uns vom Himmel holen jeden einzelnen Stern.
Du weißt doch Mädel, ich habe dich gern.

Schau dich um – irgendwo in der Ferne.
Brennt ein Licht. Und ich halte es gerne.
Nur für Dich. - Bin ich da alle Zeit.
Sag nur Ja, komm zurück, sei bereit.
Es ist – nur ein Schritt, ein ganz kleiner.
Dafür – um so mehr ein recht feiner.
Traue Dich – sage ja jetzt und hier.
Sage ja – Lass dich umarmen von mir.

 © Uwe Dee/2010

 

 


 

Verquirlte Semantik

 

Hörsaal A, C oder B
Oder doch D oder gar E?
Wo denn nun noch?
Autsch, das tut weh!

„Uwe, hätt'st du nachgelesen
Was letzte Woche war gewesen -
Tätest du wissen, wo nun Heute
Tagt, zusammen nun die Meute!

Doch du, du hast geschlafen, sprich;
Nachgelesen hast du nicht.“

Das stimmt. Sprachtheorien
Sind heute Thema.
D'rum verfahr ich nach dem Schema
Vorläufig nur zuzuhören.

Später will ich es verquirlen
Das Gehörte von Semantik -
Im Spektrum. Bis es rund ist
Nicht mehr kantig!

Bis mir sagt mein Denkmodell
„Es passt!

Nun aber raus damit, ganz schnell.“

Nächste Woche Hörsaal B
Oder war es Hörsaal C?

© Uwe Dee/2013

 


 

Wie wäre es mit..

 

Alles oder nichts
Sein oder nicht sein
Freund oder Feind
Schwarz oder Weiß
Haben oder nicht
Lieben oder Hassen
Glück oder Pech
Ent- weder oder

Wie wäre es mit

Alles und nichts
Sein und nicht sein
Freund und Feind
Schwarz und Weiß
Haben und nicht haben
Lieben und hassen
Glück und Pech
Ent- und weder

Der Unterschied, hier ist`s zu sehen
Drum sollen sie jetzt beide stehen.
Die Oberen, sie trennen uns.
Die Unteren, sie nennen uns –
Das Wörtchen und.
Es macht die Sprache leichter, bunt.
Verbindet manchen Gegensatz
Lässt Denkanstößen Raum und Platz.

© Uwe Dee/2009

 


Zitat - Zitat

Bald geht es rund
Und Kunterbunt..
Wird munter es hier weitergehen.
Und dicht an dicht
Werden bald Zitate stehen.
Weisheiten..
Und Aphorismen
Gesammelt aus der ganzen Welt
Von Uns für Uns zusamm' gestellt.

So wie hier, nun passt mal auf
Ich setzt noch einen oben drauf.

"Die Poesie hat keine Flügel
Dennoch fliegt sie um die Welt"

Zitate steh'n auch in der Bibel
Und sie kosten uns kein Geld.
D'rum schreibt sie auf
Und schickt sie her.
Damit es werden immer mehr..
Worte

denen wir folgen können.
Lasst uns demnächst damit beginnen.
© Uwe Dee/2017


Die Eselsbrücke

Esel, stur, aber nicht dumm..
Eseln nicht nur einfach rum.
Nein, Sie sperren sich zu gehen..
Sobald sie eine Brücke sehen.
Eine, die aus Bretterbohlen...
Zum Beispiel führt..
Von Hier nach Polen.
Denn tät die Brücke stürzen ein..
Dann wär's mit dem Eseldasein.
D'rum sagt ein Esel sich: "I..Ahh
Die quer ich nicht, das ist doch klar!"
Er stellt sich bockig dann und stur..
Ist nichts mehr dann mit Eselstour.

Wir Menschen, die das nicht verstehen..
Und auch das Handeln nicht einsehen..
Eines Esels, wenn er bockt..
Und jedes zerr'n und ziehen blockt..
Es nützt dann nichts,
Nicht mal 'ne Möhre..
Auf das die Brück' er überquere.
Denken uns dann. "Was ist der dumm"
Und drehen verdrießt dann wieder um.
Der Esel kehrt auf seine Wiese..
Hin zu seiner Eselliese.
Und der Mensch, er blickt zurücke
Fortan nun seine Eselsbrücke.
© Uwe Dee/2017


Der Heinzelmann

Der Heinzelmann

Ach, sieh' mal an!
Ich staune, was der alles kann.

Da hüpft er und da springt er rum.
Macht Salto und Portale.
Macht seinen Rücken für uns krum'
Und das stets schick in Schale.

Sein Lachen geht von Ohr zu Ohr.
Und seine Augen strahlen.
Ein Schelm ist er, und gar kein Tor.
Er will uns doch gefallen.

Die Luft, sie knirscht, die Funken sprüh'n
Ist Heinzelmann am machen.
Und wo er ist, da kann man's sehen
Er bringt uns oft zum Lachen.

Der Heinzelmann
Ach, sieh' mal an!
Ich staune, was der alles kann.
© Uwe Dee/2017


 

Der alte Mann

 

Es steht am Straßenrand - ein alter Mann

Er schaut sich um, schaut sich die Jetztzeit an!
Das gab es nicht, als selber er - jung war
Um ihn her, überall ist Gefahr!
Tausende Autos drängen - durch die Stadt.

 

Am Lenkrad sitzen Menschen – dick und satt!
Und auf den Wegen sieht er - Bettler steh'n
Solches Elend war früher nicht zu seh'n.
Als er noch Kind war so - vor siebzig Jahren

 

War man auf Straßen - Rollschuhe gefahren!
Skateborde gab es nicht, woher denn auch?
Man lief zu Fuß, so war es damals Brauch.
Die Menschen hatten Arbeit - und ein Heim.

 

Und kaum einer von ihnen - war allein!
Familien standen füreinander ein.
Davon kann Heut' nicht mehr die Rede sein.
Bunte Gestalten kreuzen - seinen Weg.

 

Ihm ist, als wenn er ständig - im Weg steht.
Sie hasten und eilen an ihm vorbei!
Scheinbar hat keiner von ihnen mehr Frei!
Da fällt ein Schuß, der durch die Straßen hallt.

 

Zwar gab es früher auch schon - die Gewalt
Doch war sie damals wohl nicht so präsent
Weshalb aus Angst - man durch die Gassen rennt.
Der alte Mann, er streicht sein - schütt'res Haar!

 

Ihm ist, als wenn ein Déjà-vu ihm war!
Hatte er das nicht früher - schon geseh'n?
Tat er als Kind an Straßenrändern stehen!
Die Zeiten ändern sich, doch - der Mensch nicht.

 

Noch immer braucht er Nachts zum sehen - Licht!
Sein Verhalten, es ist nur angepasst
An diese Zeit voll Unruhe und Hast.
Versonnen nimmt der Alte - seinen Hut.

 

Er überquert die Straße - voller Mut!
Die Autos rasen stur an ihm vorbei.
Ihm ist, als wär er ihnen einerlei.
Drüben angekommen, da steht - eine Frau

 

Sie hält 'nen Zettel, er sieht es genau;
Auf dem steht: „Ha'm Sie bitte etwas Brot?
Ich bin geflüchtet und in großer Not!“
Nun greift der Alte in sein - Portemonaie!

 

Ihr Geld zu geben, das tut ihm zwar weh!
Seine Rente, sie selber ist - sehr schmal.
Doch das Sie hungert - ist ihm nicht egal.
Früher, was waren die Zeiten - doch schön.

 

Nirgendwo waren Hungernde zu sehen!
So denkt er sich, doch er weiß sehr genau.
Not gab es damals auch, und ihm wird flau!
So geht nach Hause er - etwas betrübt.

 

Nicht ohne das vorher - er ihr was gibt
Von seinem Geld, ist dieses auch nur Klein!
Sein Herz sagt; „Not und Elend darf nicht sein.“
_______

 

Es stand am Straßenrand - ein alter Mann
Er schaute sich – die Jetztzeit ruhig an
So war es nicht, als selber - jung er war
Um ihn her, überall nur Gefahr!

© Uwe Dee/2014

 


 

Abend ist ..

 

Abend ist
Der Tag vorrüber
Kindchen müd’
Es möcht schlafen geh’n
Ich halt Dich
Sanft in den Armen
Äuglein zu
Schon ist es gescheh’n”

Sandmann war da
Nun schlafe schön ..
Sandmann war da
Ich kann es seh’n ..
Sandmann war da
Du süsser Fratz ..
Sandmann war da
Schlaf gut, mein Schatz.

“Dann im Bett
Da hör ich’s flüstern:
“Mama*, du
Ich möcht schlafen geh’n!
Erzähl mir
Eine Geschichte
Bis ich schlaf’
Du kannst das so schön.””

 

Sandmann war da
Und du bist wach ..
Sandmann war da
Mit letzter  Kraft ..
Sandmann war da
Schaust du mich an ..
Sandmann war da
Schätzchen, na dann:

 

Abend ist
Der Tag vorrüber
Kindchen müd’
Es möcht schlafen geh’n
Ich halt Dich
Sanft in den Armen
Äuglein zu
Schon ist es gescheh’n”

 

Sandmann war da
Nun schlafe schön ..
Sandmann war da
Ich kann es seh’n ..
Sandmann war da
Du süsser Fratz ..
Sandmann war da
Schlaf gut, mein Schatz.
*Könnte auch Papa sein

© Uwe Dee/2016

 


 

Auswendig Hirnwindig

 

Auswendig lernen!
Meine Fresse ...
Es liegt mir so fern
Ich hab’ es vergessen
Weiß nicht mehr
Wie man das macht
Das man einfach spricht und lacht
Und alles sprudelt wie aus Quellen
Weil im Kopfe Hirnschaltstellen
Dafür sorgen
Das gespeichert
Ist, was man ins Hirn gereicht hat.

Ich reiche oft
Mir selbst am Tage ...
Und es kost’ mich Kraft
So manche Frage
Manche Antwort
Manches Wissen
Und doch hab’ ich komplett vergessen
Wie man lernt, was man beim Schreiben
Wünscht, es mög’ im Kopf auch bleiben.
Wer es weiß
Der sag’ es mir.
Derweil ich ables’ vom Papier.
© Uwe Dee/2016

 


 

Pause


Bin nicht mehr witzig!
Kann's nicht mehr sein.
Kann nur noch heulen, zetern, schreien.

Es fehlt Elan,
und auch der Mut.
Nichts ist scheinbar wirklich Gut.

Die Luft ist raus,
Batterie schwach!
Weshalb ich eine Pause mach.

Ich klage nicht,
ich stelle fest;
Das mich die Schaffenskraft verlässt.

Allein geht nichts.
Es fällt dann schwer.
Nun tickt die Uhr in mir nicht mehr.

Wenn doch, dann schwach.
D'rum mache ich..
Pause. Generiere mich.

© Uwe Dee/2010

 


 

Nachdenkliches!

 
Wer es schafft - und wem gelingt;
dass er stets gute Laune hat.
Wem stets das Glück ein wenig winkt,
ist zwangsläufig nicht deshalb satt.

Vielleicht hat jener Mensch begriffen;
dass Hindernisse, die im Weg sind,
sich lassen einfach auch umschiffen.
Benötigt wird ein bisschen Wind.

Rückenwind – und etwas Mut.
Schon lassen sie sich überwinden;
So lässt sich spüren - es geht gut,
die Steine zu umgehen, die wir finden.

© Uwe Dee/2010

 


 

Glaube
Nehme Jemandem seine Spontanität
und er wird vorsichtiger!
Nehme Jemandem seine Ideen
und er wird haltlos.
Nehme Jemandem seinen Glauben
und er wird abtrünnig
Nehme Jemandem seine Freude
und er wird stupid.
Nehme Jemanden seinen Willen
und er wird zum Zombie.
______
Lasse Jedem das, was ihn ausmacht
und Vielfältigkeit wird sein.

© Uwe Dee/2009

 


 

Das Gemeinsame
Was macht uns Menschen interessant?
Das Gemeinsame.
Worüber lässt sich vortrefflich streiten?
Das Gemeinsame.
Was sollte immer oberste Priorität sein?
Das Gemeinsame.
Das Gemeinsame,
es verbindet Menschen überall auf der Welt.
Das Gemeinsame,
es bietet nicht Stillstand, sondern Entwicklung.
Das Gemeinsame,
Faszination, Freundschaft, Glück, Frieden.

© Uwe Dee/2009

 


Sommergrippe

Gezählt hab' ich ihn nicht, den Schweiß.
Mein Körper, er ist fiebrig heiß.
Und meine Nase schlägt alarm.
Die schlägt bald durch, bis auf den Darm.

Noch ist der nicht angegriffen.
Doch ich bin - ständig am schiffen.
All die Pillen und der Tee
Und mir tut die Stirne weh.

Die Augen glasig, dick der Hals
Auf den Hautporen klebt das Salz...
Des Schweißes, der in Strömen fließt.
Eine Grippe, die ist mies.

Zwei Kilo hab ich abgenommen.
Viel geschlafen, und bekommen...
Habe ich - nur Gliederschmerzen.
Die ziehen sich - bis hin zum Herzen.

Jenes pocht, mal still, mal heftig.
Diese Grippe, sie ist mächtig.
Bringt mir frieren bei und Hitze.
Macht, das ich vor Kälte schwitze.

Das seit Tagen schon, ich schwör;
Lange kann ich das nicht mehr!
Die Nase juckt, ständig am niesen...
Bin ich nur noch - und am verdrießen.

Langsam wird's Zeit. Grippe, vergeh!
Damit ich wieder Zukunft seh'!
Ich brauche Licht und Sonnenschein.
Will mich an der Natur erfreuen.

Und nicht leident im Bette liegen.
Drehend mich hin und her wiegen.
Unruhig schlafend, müde, matt.
Nein, ich hab die Grippe satt.

Sommergrippe, gehe fort!
Ist das nicht schon *versuchter Mord*?
Heimtückisch trachtest du mein Leben.
Doch das werd' ich dir nicht geben.

Nicht diesen Sommer, auch kein' andern.
Und nun schwirr ab, geh weiter wandern!
© Uwe Dee/2017


 

Fussball WM 2010

 
Viertel, achtel, halb und Eins!
Der Weg dorthin ist schwer!
Wenn nicht unser Team - dann keins!
Wenn nicht Sie - dann wer?

Junge Männer geben alles!
Sie würden gerne Beste sein.
Um dann im Falle eines Falles;
Als Vize sich zu reihen ein.

So drücke ich die Daumen nun,
ich denke - ihr macht mit.
So kommen sie vielleicht zu Ruhm!
Weltmeister sein, das wär' der Hit!
______
toi - toi - toi

© Uwe Dee/2010

 


 

Feststellung
Jetzt bin ich aber voll geplättet.
Denn darauf hätt' ich nicht gewettet.
Kaum das man sich in unsrer Zeit,
vernetzt im Internet weltweit;
entstehen Beziehungen Kreuz und Quer.
Wo kommen die denn alle her?

Ich find' das schön, ich bin erfreut.
Und deshalb sage ich euch Heut':
Das ich euch hab' wieder getroffen,
macht mich stark. Es läßt mich hoffen,
egal - wie es auch weiter geht.
Die Menschheit fest zusammensteht.

© Uwe Dee/2010

 


 

Fassaden
Schlicht und einfach

Meistens Grau.
Tristess

Das ist der Mauerbau.
Warum, wieso, weshalb, weswegen?
Es gilt Tristesse zu beheben.
Mit Farbe kommt auch Leben rein,
in so manche Wand aus Stein.
Und Kunst am Bau, schau bitte her,
kann sein ein Stierkopf bitte sehr.
Ein Meister dieses Faches war;
Hundertwasser! Das ist klar.
Ihn luden Häuser, Wände, Stein
Zum Spielen immer wieder ein.
Wer seine Kunst mal hat gesehen,
weiß Kunst als Werk auch zu verstehen.

© Uwe Dee/2009

 

 


 

Es möge ...


Es möge Heut' auf Erden
allen Menschen Gutes werden.
Dieser Satz fiel mir g'rad ein;
Jetzt, so früh und ganz allein -
vor meinem Rechner - und im Haus.
Und der Gedanke wollte raus.

So tat ich den Gefallen ihm.
Und das Ergebnis ist zu seh'n.
Hier im Net, ganz klar und rein;
für Jeden soll es sichtbar sein!
Es möge Heut' auf Erden
allen Menschen Gutes werden.

© Uwe Dee/2010

 


 

Eheleutestreit in den 60.gern
Er:
„Es fällt jetzt nicht der hellste
Und auch kein dunkler Stern
Uns auf den Kopf – was willste?
Das hättest du wohl gern!
Was ist denn los?
Statt zu bügeln und plätten
Da nörgelst du nur 'rum
Nun – darauf kannst du wetten
Mir ist das jetzt zu dumm!
Was machst du bloß?
Es fliegen Teller und Tass'
Durch Wohnzimmer und Flur
Statt Liebe – seh' ich nur Hass
Verdammt, was machst du nur?
Was ist geschehen?“
......
Sie:
„Du bist zwar nicht der hellste
Doch auch kein dunkler Stern!
Nun ja, vielleicht der Schrillste
Kerl – hier in Nah und Fern
Du dummer Mann
Darf bügeln ich und plätten
Für dich den ganzen Tag
Doch - darauf kannst du wetten
Schluss ist jetzt mit der Plag'.
Stell dich nicht an.
Die Tass' und auch die Teller
In Wohnzimmer und Flur
Sind jetzt nur etwas schneller
Kaputt, als wie zuvor!
Kannst Du's nicht sehen?“
......
Er:
„Ach leck mich doch am Unten!
Ich geh und trink ein Bier
Ich lecke mir die Wunden
Bin heut' Nacht wieder hier!
Bis Nachher Tschüß!
Die hat sie wohl nicht alle!
Die Olle hat 'n Knall.
Und für den Fall der Fälle
Bleib ich heut' Nacht bei Karl.
Ach, wat für'n Mist!
Könnt' nicht alles so bleiben
Wie es doch immer war
Ich will jetzt Blum' auftreiben
Und Ihr schenken – ja klar
So soll es sein!“
......
Sie:
"Der Mistkerl ist gegangen.
Na warte, komm nach Haus!
Dir vergeh'n Angst und Bangen
Ich schmeiß' dich nachher raus.
Auf Sicherheit.
Komm du mir nur mit Blumen
Wie du es immer tust
Mit Nelken, diesen krummen
Haltend - vor deiner Brust
Es tut mir Leid
Ich bin nicht mehr die Putzfee
Sieh das doch endlich ein.
Wenn aus Heut' Nacht Jetzt gleich wird
Lass' ich dich wieder rein!
Ach Schieterlein!“
......
Minuten später!
......
Da klingelts an der Haustür
Ihr Mann ist wieder heim.
Ach Schmusischatz verzeih mir
Es soll nie mehr so sein!
Ich versprech's dir!
......
Sie öffnet diese Türe
Lässt ihren Mann hinein
Und nimmt dann mit Begierde
Den Blumenstrauß – der Fein!
Komm' her zu mir.
......
Vergessen all der Kummer
Sie gehen nun zu Bett
Und dann folgt diese Nummer
Wo man sich's macht sehr nett!
La La La La

© Uwe Dee/2013

 


 

Da "SS" und da "SS"
Ach, wohin - ich bin am schau`n!

Sie marschieren - Nazibraun?
Schau ich zurück ins Dritte Reich,
da werden mir die Knie weich.
Schau ich mir an das Jetzt und Hier!
seh ich, wie sie propagieren!
Und schau ich in die Zukunft rein,
dann wird mir Bang. Ich lass`es sein.
Ich wünsch mir das "ß" zurück.
Es wahrt Distanz - ein kleines Stück.

© Uwe Dee/2009

 


 

Courage
Was mich berührt in tiefster Seele
sagt mir das ich mich fort stehle,
wenn ich nicht Courage aufbringe
und benenne manche Dinge
die absurd sind, kurios
oder einfach seltsam bloß!
Augen zu, nichts wird Gewahr?
Dazu sage ich nicht ja!
Augen auf und durch das
Tal
Bedeutet es auch etwas Qual.
Äußere ich, was mich bewegt
Mich meine Seele weiter trägt.

© Uwe Dee/2009

 


 

Das arme Tier
Ich hab ´nen kleinen Hund gesehen!
Auf "You Tube" - ich musste kotzen gehen.
Mir drehte sich der Magen um.
Das nehme ich beiden Frauen krumm!
Die auf das Tier traten ein,
Mit Absatzschuhen - wie gemein!
Der Hund, er weinte fürchterlich.
Die beiden Frauen störte es nicht.
Es war wohl auch wer drittes da -
und filmte es mit Kamera,
Was sie dem Hündchen angetan.
Damit es sehen kann - jedermann.
Auf "You Tube" konnte jeder schauen,
die Qual, das Elend, all das Grauen.
Welches der Hund erleiden musste.
Wenn ich doch nur die Namen wüsste.
Der Gruppe Frauen, die das taten.
Ich kann den Frauen jetzt nur raten,
ab zukehren von ihrem Weg.
Vielleicht ist es noch nicht zu spät.
Am liebsten würde ich gleiches tun,
mit jenen Frauen - ohn' auszuruhen.
Doch Rache ist kein guter Trost.
Auch wenn ich bin noch recht erbost!
Ich kann nur bitten lasst es sein!
Wie kann man sein nur so gemein?
Was ihr da tat' war bestialisch!
Verwerflich - abgrundtief unmoralisch.

......Schämen solltet ihr euch gehen.

© Uwe Dee/2010

 


Winter

Wir fahren Schlitten
Wir fahren Schlitten
Denn überall liegt weißer Schnee.
Vom Himmel schneit es
Nun alles weiß ist
Die Winterzeit, sie ist so schön.

Die Flocken fallen
Uns zu gefallen
Im ganzen Land, so klitze klein.
Schau'n wir zum Himmel
Dieses Getümmel
Von Flockenglanz und Lichterschein.

Nun ist sie da die Winterzeit
Und sie hält viel für uns bereit
Jetzt sind gefroren Teich und See
Und überall liegt weißer Schnee.

Die Englein schütteln
Sehr stark und rütteln...
Die Himmelsbetten für uns aus.
Sie tun dies leise
Auf ihre Weise
Gereinigt wird das Himmelshaus.

Und die Schneeflocken
Die fallend rocken
Tanzen herab auf unsre Welt.
Hüllen das Land ein
Machen alles fein
Auf Erden, unterm Himmelszelt.

Nun ist sie da die Winterzeit
Und sie hält viel für uns bereit
Jetzt sind gefroren Teich und See
Und überall liegt weißer Schnee.

Bald ist dann Weihnacht
In all seiner Pracht
Noch ein paar Tage bis dahin.
Dann ward geboren
Uns auserkohren
Jesus, das kleine Christuskind.

In einer Krippe
Behütet wippend...
Maria dort den kleinen Mann.
Und aller Frieden
Ruht auf ihm liegend
Die Welt, sie hält den Atem an.

Nun ist sie da die Winterzeit
Und sie hält viel für uns bereit
Jetzt sind gefroren Teich und See
Und überall liegt weißer Schnee.

Wir fahren Schlitten
Denn überall liegt weißer Schnee.
Vom Himmel schneit es
Nun alles weiß ist
Die Winterzeit, sie ist so schön.

Die Flocken fallen
Uns zu gefallen
Im ganzen Land, so klitze klein.
Schau'n wir zum Himmel
Dieses Getümmel
Von Flockenglanz und Lichterschein.
© Uwe Dee/2016


 

Aussprache?
"Ich habe für Dich keine Zeit!"
"verstanden."
"Du bist mir zu weit fort!"
"verstanden."
"Und du bist mir nicht soweit!"
"nicht verstanden."
"Weshalb ich bleibe hier am Ort."
"verstanden."
"Du klammerst dich an mich wie Kletten!"
"a ha."
"Und hängst an mir, wie eine Fessel!"
"a ha."
"Wenn wir eine Beziehung hätten;"
"was dann?"
"Es wär' für mich ein Hexenkessel!"
"a ha."
"Du bist ein lieber Mensch gewiss!"
"a ja."
"Und ich hab' Dich wirklich gern!"
"a ja."
"Doch führst Dein Leben Du zu trist -"
"a ja."
"Mir - Darum bleibe ich dir fern!"
"a ja."
"Ich wünsche mir, wir bleiben Freunde!"
"wir werden sehen."
"Bauen sie auf einer Ebene aus!"
"wir werden sehen."
"Wo wir verbündet gegen Feinde;"
"welche?"
"Spirituell erbau'n ein Haus!"
"welches?
War es das, was Du mir zu sagen dachtest?"

_____
"ich denke ja."
"Von dem du hoffst, das ich verstehe?"
"ich denke ja."
"Gerad' mein Traumschloß eingekracht ist!"
"ich verstehe."
"Kann dich nicht halten - also gehe!"
"in Freundschaft?"
"Du magst sein, wo du auch bist!"
"ich bin hier."
"Du bist ein freier Mensch; Wie ich!"
"ich verstehe."
"Eines ist sicher, ganz Gewiss!"
"und was?"
"Wie's weitergeht? Ich weiß es nicht!"
"ich verstehe."
"Ich denke nein, das kannst du nicht!"
"wieso?"
"Das sagt mir einfach mein Gespür!"
"wieso?"
"Weil immer etwas schnell zerbricht!"
"wieso?"
"Es ist im Leben so - glaub mir!"
"wieso?"
"Ein aufeinander zu - wär schön!"
"ich denke auch."
"Wir könnten es wirklich probieren!"
"ich denke auch."
"Doch denke ich es wird nicht gehen!"
"wieso?"
"Es stellen sich auf schnell die Barrieren!"
"wieso?"
"Das sagt mir wieder mein Gefühl!"
"du Pessimist."
"Egal, wir beide wissen, was ich meine!"
"nein, wieso?"
"In unserer beider Lebensspiel;"
"ja bitte?"
"Da gibt es für uns Zukunft - keine!"

_____
"oh - ok!
Denkst du so? Das find' ich schade!"
"ich weiß nicht."
"Dann hab' ich mich in dir geirrt!"
"ich weiß nicht."
"Wo du mir sonst gibst gute Rate;"
"danke, immer gerne."
"wirkst auf mich Du etwas verstört!"
"ich weiß nicht."

_____
Und die Moral von der Geschicht?
Die gibt's hier nicht!

© Uwe Dee/2010

 


Auferstanden??

 

Einst starb ich vor vielen Jahren,
weil mich wer verraten tat.
Erdulden musst ich arge Qualen,
bis mich der Tod erlöset hat.

Auf Golgata gekreuzigt ward ich!
Trug erleidend jeden Schmerz.
Doch um Gnade für Euch bat ich!
Nur für Euch schlug mein lebend Herz.

Als der Tod dann mich ergriffen,
fuhr drei Tage ich hinab!
Bis mich dann auf Engelsschiffen,
Gott mich holte aus dem Grab.

Auferstanden von den Toten,
sitze ich nun zu seiner rechten.
Nehme von Euch alle Not nun!
Trenne Gutes von dem schlechten.

 ©Uwe Dee/2010

 


Jonny und Jenny

Jonny und Jenny
Die gingen spazieren
Doch Jonny - fand Jenny -
Tat es nicht kapieren
Sie wollte mit ihm doch viel lieber ins Bett.

Denn Sie fand den Jonny viel besser als nett.

Denn Sie fand den Jonny viel besser als nett.


So hielt denn der Jonny
Der Jenny ihr Hand
Zu zweit spazierten Sie
Durchs Grüne im Land.
Doch Jonny er hatte für sie gar kein Blick

Doch da fiel der Jenny zum Glück ein ein Trick.
Doch da fiel der Jenny zum Glück ein ein Trick.

D’rum ließ sie sich fallen
Zog ihn hinterher. Das tat ihr gefallen
Ja wirklich gar sehr.
Denn nun auf dem Rasen in freier Natur
Lag Jonny der Länge nach bäuchlings auf ihr.

Lag Jonny der Länge nach bäuchlings auf ihr.

Als Er sie anschaute
Da wurd’ auch ihm klar
Die Jenny sah toll aus
Er spürt’ sie Hautnah...
Er konnt’ gar nicht anders als küssen sie nun.

Und Jenny ließ es zu. So war es geschehen!

Und Jenny ließ es zu. So war es geschehen!

Sie küssten und herzten
Und streichelten sich.
Die anderen Leute
Um sich - sah’n sie nicht.
So sehr hatten Sie - mit sich selber zu tun.

Und so turtelten sie - eine Zeit lang herum.

Und so turtelten sie - eine Zeit lang herum.

Es fing an zu regnen
Er bracht’ sie nach Haus...
Der Jonny die Jenny..
Dort zog sie sich aus.
Und zog ihn gleich mit, riss das Hemd ihm vom Leib.
Der Jonny, er sah - fortan - nur noch das Weib.
Der Jonny, er sah - fortan - nur noch das Weib.

Sie turtelten nicht mehr.
Sie machten herum
Die Bettfedern quitschten
Sehr laut, nicht leis’ stumm!
Den beiden war das dabei völlig egal.
Denn Jonny, er schenkte der Jenny sein a...

Denn Jonny, er schenkte der Jenny sein a...

a La La La La

(Nicht ganz Jugendfrei, ich weiß!)
© Uwe Dee/2017


Bum, Bum, es klopft das Herz

Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Mein Herz pocht laut im Takt.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Bei Tag, und auch zur Nacht.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Es schlägt nur noch für Dich!
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Sag, spürst Du das denn nicht?

Wo Du auch bist, und was Du machst
Und ob Du weinst oder auch lachst
Ich weiß es längst, mein Herz es spricht
Es sagt, es liebt allein nur Dich.

Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Mein Herz pocht laut im Takt.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Bei Tag, und auch zur Nacht.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Es schlägt nur noch für Dich!
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Sag, spürst Du das denn nicht?

Geht es Dir gut, dann freut es sich
Geht es Dir schlecht, dann spüre ich
In meinem Herzen einen Stoß
Und es sorgt sich um Dich ganz groß.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Mein Herz pocht laut im Takt.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Bei Tag, und auch zur Nacht.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Es schlägt nur noch für Dich!
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Sag, spürst Du das denn nicht?

Und bist Du hier möcht’ es zerspring’n..
Vor lauter Freude möcht’ es singen.
Kaum bist du fort und nicht mehr hier
Ich meinen Herzschlag nicht mehr spür.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Mein Herz pocht laut im Takt.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Bei Tag, und auch zur Nacht.
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Es schlägt nur noch für Dich!
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Sag, spürst Du das denn nicht?
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Mein Herz...
Lehn’ Dich an mich!
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Hörst Du...
Das Pochen nicht?
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
So schlägt’s in einer Tour!
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Bleib heute Nacht bei mir!
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Mein Herz...
Lehn’ Dich an mich!
Bum, Bum, Bum, Bum, Bum, Bum
Hörst Du...
Das Pochen nicht?
© Uwe Dee/2017

Die Drei kleinen Schweinchen

Als der Wolf die Schweine sah
Die Drei, da wurde ihm schnell klar
Diese Schweine wollt' er reissen.
Tat sich gedanklich nun festbeißen
Und sann nun über einen Plan
Den umzusetzen er begann.

 

Zuerst musste 'ne Falle stehen.
Darein sollten die drei gehen
Um hernach sie dann zu futtern
Wie einst, als Wölfchen noch bei Muttern.
Nun war aus Wölfchen Wolf geworden
Sein trachten allein galt dem Morden...

All der Schweine, und der Ziegen.
Von denen gab es nämlich sieben.
Doch von denen später mehr
Die gehören nicht hierher.
Hier geht's einzig und alleinchen
Um des Wolfes drei klein Schweinchen.

©Uwe Dee/2017


Das Schneiderlein

Der Schneider und die sieben Fliegen
Nein, auch hier war'n 's keine Ziegen.
Fliegen waren es zuhauf.
Das Schneiderlein schlug einfach drauf.

Erwischte so mit einem Schlag
Sieben Stück, und traf sie hart.
So hart, dass jene tot gleich waren
Und sich rum trug, sein Gebaren.

*Der Schneider erschlug sieben Stück!
Das wir noch leben, welch ein Glück!*

So erzählten die Leute sich.
Denn näheres wussten sie nicht.
Sie hörten nur, dass er's getan.
Fortan Angst nun vor ihm bekam'.

Dem Schneiderlein war's einerlei.
Er fühlte gut sich jetzt, und frei...
Von dieser Plage, dieser Fliegen.
Auf einem Streiche war'n es sieben.

© Uwe Dee/2017


Familie Ziege

Sieben Ziegen oder Geißen
So wurden sie auch geheißen
Schwebten, als allein sie waren
In größtmöglichen Gefahren.
Der Wolf umrundete ihr Haus.
Das war den Geißen ach, ein Graus.

Und irgendwie kam er hinein
Ins Haus, der Wolf, das fiese Schwein.
Auf fraß er alle sieben Ziegen
Hernach tat er drei Zentner wiegen.
So schwer, dass Müde wurde er.
So trug sich's zu, so ungefähr.

Schon schlief er ein im Ziegenhaus
Als Mama Ziege kam, von drauß...
Sie öffnete des Hauses Tür
Und ihr tat arg das Blut gefrier'n.
Es lag der Wolf vor ihr und schlief
Als sie nach den Zieglein rief.

"Ihr Zieglein, ihr kleinen
Wo seid ihr denn hin?"

"Im Bauche des Wolfes
Stecken wir drin'"

Als Mama Ziege dies erfasste
Sie dem Wolf 'nen Tritt verpasste.
Sie schnitt schnell auf des Wolfes Wanzt;
Heraus kamen hervor getanzt....
Sieben Zieglein. Alle fein.
"Schnell, sucht mir einen großen Stein"

So sprach die Ziegenmama nun.
Und jene taten dieses tun.
Ein Stein kam nun in Wolfes Bauch.
Zunähen tat sie diesen auch....
Und als der Wolf erwacht....
Lief hurtigst er zum Bach.

Der Durst er quälte ihn gar sehr.
So beugte er sich kopfüber
Und fiel dann in den Bach hinein.
Sank tief, wegen des schweren Stein.
Bis hin zu Grund und tat ertrinken.
Am Ufer taten Ziegen winken.
© Uwe Dee/2017



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